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Hacker-Angriff auf Telekom : So funktioniert ein Router

Im schlimmsten Fall ein Angriff auf Internet, Telefon und Fernsehen Bild: dpa

Nach dem gezielten Angriff von Hackern stellt sich abermals die Frage, wie sicher die Router der Telekom und anderer Anbieter sind. Wie funktionieren Router und was ist der Stand der Technik?

          5 Min.

          Am Sonntag und Montag waren 900.000 Router der Telekom ausgefallen. Nach den Erkenntnissen des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) handelte es sich um einen gezielten Angriff auf die Router. Nun wurde jedem klar, wie wichtig die unscheinbaren Kästchen sind, die man meist nur mit dem DSL-Anschluss in Verbindung bringt. Tatsächlich sind Router die Universalisten im Haus. Sie dienen zur Einwahl ins Netz, sie machen das Internet und damit die Telefonie möglich, immer öfter auch den Online-Fernsehempfang oder das Musik-Streaming.

          Michael Spehr
          Redakteur im Ressort „Technik und Motor“.

          Auch das smarte Heim hängt zunehmend am Netz und damit am Router. Er ist der Chef für die Netzanbindung und die Schaltstelle, an der Datenpakete auflaufen. Er regelt den Datenverkehr zwischen verschiedenen Netzwerken, er kennt die Straßen und Adressen. Router leiten Datenpakete weiter oder blockieren sie, vom englischen Begriff „Routing“ ist ihr Name abgeleitet.

          Wie funktionieren Router und was ist der Stand der Technik? Die derzeitigen Modelle vereinen diverse Geräte unter einem Dach: Sie sind Netzwerkweichen, sie haben ein DSL-Modem eingebaut, und sie übernehmen die W-Lan-Funkversorgung im Haus. Zu der ohnehin vorhandenen Netzwerkfunktionalität gesellen sich weitere Extras. Etwa das eingebaute Dect-Modul, das die Basisstation des Schnurlostelefons überflüssig macht. Ein Anrufbeantworter ist häufig ebenfalls dabei, und viele Modelle ersetzen sogar ein Faxgerät, das für dringenden Schriftverkehr mit Ämtern, Anwälten oder Banken noch immer seine Berechtigung hat.

          Geht es um die Königsklasse der Router, um die Alleskönner für gehobene Ansprüche, fällt sofort ein Name: Es muss eine Fritzbox des deutschen Herstellers AVM sein. Sie gilt vielen als Referenz, an der sich andere messen - und gemessen werden. Das wiederum sei eine schöne Legende, widersprechen manche Fachleute: Ein Router von der Telekom, von Huawei, D-Link oder Netgear sei fast ebenso gut und reiche für die meisten Anforderungen und den typischen Haushalt bestens aus.

          Es klingelt auf dem iPhone

          Eine Tour durch die Hauptabteilungen zeigt den Stand der Routertechnik: Im Bereich der Telefonie zum Beispiel ist das eingebaute Dect-Modul der Fritzbox keine Weltsensation. Auch einen Speedport-Router der Telekom kann man wie die Fritzbox zur kleinen Telefonanlage aufrüsten. Herkömmliche analoge Geräte lassen sich ebenso wie ISDN-Telefone anschließen. Wer mit All IP oder ISDN mehrere Rufnummern hat, programmiert eine Familien-Telefonzentrale mit vielen individuellen Einstellungen.

          Aber schon beim Anrufbeantworter zeigen sich die Unterschiede. Bis zu fünf verschiedene lassen sich nur mit der Fritzbox einrichten, und fürs Kinderzimmer benötigt der Fritzboxer nicht unbedingt ein eigenes Schnurlos-Telefon: Mit den passenden Apps lassen sich Smartphones und Tablet PC auch per W-Lan wie ein herkömmliches Gerät anbinden. Es klingelt also bei eingehenden Telefonaten auf dem iPhone, und abgehend lässt sich aus der App heraus ebenfalls zu Festnetzbedingungen telefonieren.

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