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Notebook von Porsche Design : Symmetrie hat ihren Preis

Überhaupt: Was die gesamte Hardware betrifft, hat man beim Book One keine Kompromisse gemacht. Der Prozessor ist ein Intel i7 U (das „U“ steht für die stromsparende Ultrabook-Linie) der siebten Generation mit einer Taktung bis zu 3,5 Gigahertz. Mit üppigen 16 Gigabyte Arbeitsspeicher dürfte ein geschmeidiger Workflow garantiert sein. Die 512 Gigabyte SSD-Festplatte bieten erst einmal viel Platz. Mit einer Auflösung von 3200 x 1800 Pixel (QHD+) liegt das IPS-Display beispielsweise deutlich über den Werten des neuen MacBook Pro von Apple. Und natürlich läuft das Book One mit der Pro-Version von Windows 10.

Diese Ausstattung der Hardware ist aus zwei Gründen notwendig: Porsche Design hat mit dem Book One ein Gerät gebaut, das möglichst lange halten soll, weil es ein Designstück in geringer Auflage ist, das man nicht nach drei Jahren gegen ein neues Modell austauschen will. Also muss die Hardware möglichst lange den Anforderungen kommender Software standhalten. Zum zweiten muss Porsche Design den Preis rechtfertigen können. Und der dürfte erst einmal einige, die jetzt auf den Geschmack gekommen sind, abschrecken. Das Book One kostet 2795 Euro. Damit befindet sich das Produkt nicht im Abseitigen, aber doch in der absoluten Oberklasse. Konfiguriert man ein Macbook Pro von Apple mit dem entsprechenden Hardwareeigenschaften, kommt man da auch hin. Man muss aber nicht.

Für den sehr mobilen Einsatz etwas zu schwer

Es gibt übrigens noch ein kleines Schmankerl dazu, das bei anderen Notebooks nicht so häufig zu finden ist. Neben seinen Eigenschaften, Convertible und Detachable zu sein und einen berührungsempfindlichen Bildschirm zu haben, kann es auch per Stift bedient werden. Dieser kann magnetisch an den Gehäuserand gehängt werden – Konkurrent Microsoft hat es vorgemacht. Wie bei den Surface-Geräten handelt es sich um einen drucksensitiven Stift, sodass sich in entsprechenden Programmen detailliert zeichnen lässt.

Als wir das Book One in Barcelona etwas ausprobieren durften, waren wir überzeugt, aber nicht für jeden Fall. Es ist eine Empfehlung für all jene, die zu Hause keinen Computer, sondern ein Notebook in edler Anmutung auf dem Schreibtisch stehen haben wollen. Das Design wirkt zeitlos, das Gehäuse sehr wertig. Die Kompromisslosigkeit bei der Ausstattung überzeugt. So hat man mit jeweils zwei klassischen USB-3.1-Buchsen und zwei „modernen“ USB-Type-C-Anschlüssen alle Möglichkeiten, Daten zu transferieren oder Peripheriegeräte anzuschließen. Als Hauptcomputer zu Hause macht das Book One sicherlich sehr viel Spaß. Auch die Funktionalität, den Bildschirm einfach abziehen zu können, um auf dem Sofa zu surfen, ist für diese Umgebung verlockend. Doch für den sehr mobilen Einsatz ist es mit seinen knapp 1,5 Kilogramm etwas zu schwer, obwohl es damit nicht viel mehr wiegt als etwa das neue MacBook Pro von Apple. Dafür wünscht man sich schmale, leichte, abgespeckte Notebooks unter einen Kilogramm.

Dass man aus einem Tablet ein Notebook macht, ist allerdings auch keine überzeugende Lösung. Genau von dieser Seite kommen Hersteller wie jüngst Samsung, Apple oder Huawei. Sie bieten für ihre Geräte eine ansteckbare Tastatur an. Diese Varianten überzeugen nicht vollends.

Wie man es dreht und wendet: Die Welt der Detachables, Convertibles, 2-in-1s und Hybriden bleibt eine komplizierte.

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