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Berufliches Netzwerk : Xing renoviert

14 Millionen Menschen sind bei Xing registriert. Bild: dpa

Xing wächst und will in diesem Jahr eine alte Funktion modernisieren. Das berufliche Netzwerk wird damit etwas privater.

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          Sich im Internet zu verbinden, liegt im Trend, und zwar nicht erst seitdem das soziale Netzwerk Facebook den Kauf des Kommunikationsdienstes Whatsapp angekündigt hat. Auch andere Netzwerke wachsen. Das beweisen die am Dienstag vorgelegten vorläufigen Zahlen des beruflichen Netzwerks Xing. Exakt 839.000 neue Nutzer hat die Xing AG 2013 in Deutschland, Österreich und der Schweiz gewonnen, so viel wie seit vier Jahren nicht mehr. 6,9 Millionen Menschen sind bei Xing im Kernmarkt registriert, rund um die Welt 14 Millionen. Der amerikanische Wettbewerber Linkedin kommt in Deutschland, Österreich und der Schweiz auf 4 Millionen angemeldete Nutzer.

          Nutzer können bald auch Fotos und Videos hochladen

          Die gestiegene Mitgliederzahl macht sich auch im Ergebnis bemerkbar. Xing steigerte seinen Umsatz im vergangenen Jahr um 16 Prozent auf 84,8 Millionen Euro. Vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen verdiente das Netzwerk mit 24,3 Millionen Euro 11 Prozent mehr als im Vorjahr. Das Wachstum soll sich auch im gerade angebrochenen Jahr fortsetzen, wie der Xing-Vorstandssitzende Thomas Vollmoeller sagte. „Wir sind zuversichtlich, dass das, was wir machen, den Nutzern gefällt, und sich auch künftig in steigenden Mitgliederzahlen niederschlagen wird.“

          Neben Nutzern, die als Premium-Mitglieder für erweiterte Funktionen ein Abonnement abgeschlossen haben, verdient Xing mit Rekrutierungsdienstleistungen für Unternehmen Geld. Dieser Markt wird für das Netzwerk immer wichtiger – im vergangenen Jahr ist der Umsatz dort um 42 Prozent gestiegen. Zwei Gründe treiben laut Vollmoeller das „E-Recruiting“ an. „Bei der aktiven Personalsuche über berufliche Netzwerke steht Europa erst am Anfang. Zweitens führen demographischer Wandel und Fachkräftemangel dazu, dass sich Arbeitgeber besser als Marke präsentieren müssen.“

          Um Selbst-Präsentation geht es dagegen in den Xing-Gruppen, in denen sich zum Beispiel Fans des FC St. Pauli über Unternehmensgrenzen oder Bekanntenkreise verbinden können. Nachdem Xing im vergangenen Jahr erweiterte Funktionen für die Lebenslaufdarstellung eingeführt hatte, will das Netzwerk diese Funktion in diesem Jahr renovieren und multimedialer gestalten. Nutzer können dann dort Fotos einstellen oder Videos hochladen. Das berufliche Netzwerk wird damit ein wenig privater. Vollmoeller sieht darin keinen Widerspruch. „Die Gruppen gehören seit Anfang an zu Xing dazu. Menschen, die netzwerken, wollen sich auch mit diesen Mitteln austauschen können.“

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