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Mobile World Congress : Die smarte Zukunft der mobilen Welt

Samsung enthüllt am Sonntagabend das neue Samsung Galaxy S6. Bild: dpa

Heute Abend präsentiert Samsung sein neues Smartphone. Das Galaxy S6 feiert Premiere auf dem Weltkongress in Barcelona. Die Messe zeigt, was die Mobilfunkwelt 2015 bewegt.

          5 Min.

          In bester Stimmung finden heute alle wichtigen Pressekonferenzen des Mobile World Congress in Barcelona statt. Offiziell öffnet die Mobilfunkmesse erst am morgigen Montag ihre Tore. Aber die großen Geheimnisse werden in diesen Stunden gelüftet. Führende Hersteller wie Samsung, HTC, Huawei, Sony und LG zeigen den Journalisten der Welt, mit welchen Geräten und Themen in den kommenden Monaten zu rechnen ist.

          Michael Spehr

          Redakteur im Ressort „Technik und Motor“.

          Der Markt läuft rund wie nie. Im vergangenen Jahr wurden in aller Welt 1,2 Milliarden Smartphones verkauft. Den Herstellern haben die Geräte nach Erhebungen der Gesellschaft für Konsumforschung im vierten Quartal 2014 einen Umsatzrekord von 115 Milliarden Dollar beschert, also 20 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Bis Donnerstag hat die internationale Leitmesse in Spanien geöffnet. Im vergangenen Jahr zählte man in Barcelona 85.000 Fachbesucher und fast 2000 Aussteller.

          Android-Smartwatch fehlt noch die Dynamik

          Was die großen Unternehmen im Detail zeigen, wird vorab natürlich nicht verraten. Live berichten wir auf unserer Sonderseite aus Barcelona. Einige Tendenzen sind indes klar ablesbar, allein schon nach einem Blick auf die Teilnehmer - und die fehlenden Unternehmen. Wie immer ist der Weltkongress an erster Stelle eine Android-Messe. Apple war noch nie in Barcelona zugegen, wenngleich sich jeder an dem amerikanischen Unternehmen misst und das nächste große Ding der Apple-Welt über allem zu schweben scheint: Die Apple Watch, vorgestellt im Herbst vergangenen Jahres, kommt im April in den Handel.

          Die Hoffnungen der Fangemeinde sind hochfliegend, und die geschätzten Verkaufszahlen der Analysten geradezu aberwitzig. Wurden im vergangenen Jahr in aller Welt rund 720.000 Smartwatches mit dem Google-Betriebssystem Android Wear verkauft, rechnen Analysten wie Rod Hall von JP Morgan damit, dass fünf Prozent aller iPhone-Nutzer gleich im ersten Jahr eine Apple Watch kaufen werden. Das wären 26 Millionen Geräte. Andere Fachleute setzen aufs zweite Jahr nach dem Marktstart, dann aber sollen es 50 Millionen Geräte sein, die Apple angeblich an die Handgelenke der Welt bringt.

          Kurzum: Die Smartwatch und andere „Wearables“ sind ein großes Thema, aber zumindest in der Android-Welt hat der Markt noch nicht die gewünschte Dynamik entfaltet. Vielleicht ist es auch der falsche Weg, die Armbanduhr an das Smartphone-Betriebssystem zu binden, wie es Apple und Google aus naheliegenden Gründen versuchen. Unabhängig vom Taschentelefon arbeitet seit jeher die Pebble Smartwatch, sie lässt sich mit fast jedem Handy verwenden. Neu ist nun, mit der Firmware 2.9 und der Pebble App für Android, die Kompatibilität zu Android Wear. Pebble stellte bereits in der vergangenen Woche sein nächstes Projekt vor: Die Pebble Time mit einem neuartigen E-Ink-Display, das erstmals farbig ist und dennoch eine Akkulaufzeit von bis zu sieben Tagen bieten soll. Wie bei der ersten Uhr erfolgt eine Finanzierung als Kickstarter-Projekt.

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