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Apple : Gesichtserkennung und andere Gerüchte über das nächste iPhone

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Auch Analyst Ming-Chi glaubt an diese Neuerung: Gerade veröffentlichte „9to5 Mac“ einen Report, in dem er eine neuartige 3D-Frontkamera vorhersagt. Neben einer Möglichkeit zum Einloggen soll diese vor allem einen dreidimensionales Abbild des eigenen Gesichts erstellen können. Damit könnte Apple die Augmented Reality (AR), also die Kombination von der Realität mit animierten Inhalten, tiefer in sein Ökosystem integrieren. Unwahrscheinlich ist das nicht: Schon im vergangenen Oktober sprach Apple-Chef Tim Cook in einem Interview mit „Buzzfeed“ über die großen Chancen, die AR biete. Und vor etwas mehr als drei Jahren kaufte der Technik-Konzern eine Firma, die unter anderem die Bewegungssteuerung der ersten „Kinect“-Kamera für Microsofts Spielekonsole „Xbox“ entwickelt hatte. Die Doppel-Kamera, die Apple im iPhone 7 Plus einbaut, könnte durch AR in diesem Jahr weitere Anwendungsmöglichkeiten bekommen.

Drahtloses Laden

Geht es nach Timothy Arcuri, einem Analysten für den Finanzdienstleister Cowen and Company, wird neben einer 3D-Kamera in allen neuen iPhone-Modellen außerdem eine Möglichkeit zum kabellosen Laden integriert sein. Das berichtete das Portal „Appleinsider“. Welche Technologie der Hersteller nutzen wird, scheint allerdings noch nicht klar. Der bisher bekannteste Standard „Qi“, der in vielen Android-Geräten schon verbaut ist, benötigt quasi einen direkten Kontakt mit der Ladefläche. Spekuliert wird nun, ob Apple eine neue Möglichkeit für kabelloses Laden über kurze Entfernungen nutzen könnte. Passen würde das zum bisherigen Verhalten, für jede Technologie einen eigenen Standard zu nutzen und sich so vor ungewollter Konkurrenz auf dem Zubehörmarkt zu schützen.

Die Konkurrenz schläft nicht

Was bei den Gerüchten allgemein hilft, ist ein Blick zur Konkurrenz. Viele Funktionen, die Apple in den vergangenen Jahren vorgestellt hat, boten vorher auch schon andere Hersteller an. Bei den diesjährigen Gerüchten ist das nicht anders: Mit dem „Project Tango“ startete Google vor drei Jahren eine Plattform für AR. Mit dem Lenovo PHAB2 Pro und dem Asus Zenfone AR sind nun schon zwei Geräte auf dem Markt, die Realität und animierte Objekte auf dem Display verschmelzen lassen. Die Funktion zur Gesichtserkennung bietet Android schon seit mehreren Jahren und einen Iris-Scanner führte Nokia 2015 für die Lumia 950-Serie ein. Für Apple dürfte es also nicht unmöglich sein, diese Neuerungen umzusetzen.

Bis zur offiziellen Vorstellung wird Apple alles dafür tun, dass keine Informationen über seine neuen iPhones nach Außen gelangen. Allgemein lässt sich aus der Erfahrung der letzten Jahre nur eine Tatsache sicher prophezeien: Nicht jedes Gerücht stellt sich als richtig heraus. So sollte das iPhone 7 ein Display aus Saphirglas besitzen und schon beim iPhone 6 wurde spekuliert, dass es drahtlos aufladbar sei. Ein blinkender Benachrichtigungs-Apfel hat es trotz aller Gerüchte nie auf die Rückseite der Telefone geschafft – im Gegenteil: Das leuchtende Logo auf dem Deckel seiner Macbooks hat Apple mit der neuesten Generation abgeschafft. Es ist also egal, welche neue Technik das Unternehmen im nächsten iPhone einbauen wird: Alle Erwartungen kann Apple wohl nicht erfüllen.

Apple präsentiert iPhone 7 : Die Innovation liegt im Detail

Sie könnten sogar noch höher werden. Denn viele Hersteller präsentieren kommende Woche ihre Flaggschiffe für das Jahr 2017 auf dem Mobile World Congress in Barcelona. FAZ.NET wird ausführlich über die Android-Konkurrenz berichten.

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