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Tech-Talk : Motorradtreffen

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Spannender als zurzeit war es wohl nie zuvor in der Motorradbranche. Es geht kreuz und quer und auch ein bisschen drunter und drüber.

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          Spannender als zurzeit war es wohl nie zuvor in der Motorradbranche. Es geht kreuz und quer und auch ein bisschen drunter und drüber. Da drängt einerseits BMW nächstes Jahr mit einer von einem luftgekühlten Riesen-Boxer befeuerten Cruiser-Baureihe über den Großen Teich, um in Harleys Jagdgründen zu wildern, wo sich schon die vor wenigen Jahren wiederbelebte Traditionsmarke Indian herumtreibt.

          Andererseits wird Harley-Davidson schon in zwölf Monaten ein stark motorisiertes, sportliches Naked Bike, einen sogenannten Streetfighter, nach Europa, Australien und Asien schicken, der den Ducati Monsters, Triumph Speed Triples und KTM Super Dukes der Alten Welt Marktanteile abnehmen soll. Geleitschutz erhält der Ami-Kämpfer von der Reiseenduro Pan America, die keineswegs nur die Schotterwege zwischen Maine und Oregon befahren, sondern Offroad-Abenteuer überall auf der Welt angehen soll, wo BMW mit seiner GS den Ton angibt, die Briten-Tiger und Italo-Multistradas mitspielen und KTM seine Super Adventures rennen lässt.

          Als wäre das nicht schon genug des Gerangels, beginnt vermutlich 2021 auch der Infight um die Elektro-Vormachtstellung. Hier die mittlerweile halbwegs etablierten Ex-Start-ups Energica und Zero, dort die Traditionshersteller: Harley stromert schon, BMW wohl in Bälde, da werden Honda, Kawasaki, KTM und die anderen nicht mehr lange zuschauen (können). Dazu fällt eine chinesisch-indische Invasion heutiger Noch-Nobodys über die Etablierten her, während geschickte Europäer wie die KSR-Gruppe aus Österreich daheim entwickeln und günstig in Fernost bauen lassen und das Ganze unter Namen wie Brixton oder Malaguti herausbringen. Es geht hoch her.

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