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Wohnmobil Challenger Quartz : Ford-Bewegung auf Französisch

  • -Aktualisiert am

Der Challenger Quartz 277 GA Bild: Schramm

Viel Mobil fürs Geld: Der Challenger Quartz 277 GA hat reichlich Raum für zwei. Die neuen Details sind praxisgerecht. Der Challenger hat den Ford Transit als Basis.

          4 Min.

          Zum Reich Triganos, dem französischen Hersteller von Freizeitfahrzeugen, gehören rund zwei Dutzend europäische Marken. Challenger war bisher in Deutschland recht unbekannt, im Gegensatz zur Schwestermarke Chausson. Damit sich das ändert, hat Trigano die Vermarktung von Challenger voriges Jahr Holger Siebert übertragen, Geschäftsführer der Marken Eura Mobil, Karmann und Forster im rheinhessischen Sprendlingen. Als Auftakt der Offensive stehen einige preislich attraktive Angebote im Schaufenster. Denn hinsichtlich der Qualität können die Franzosen mithalten, sie punkten sogar mit einigen Besonderheiten.

          Einige davon enthielt das teilintegrierte Modell Quartz 277 GA, mit dem wir ein Weilchen unterwegs waren: Es hat den Ford Transit als Basis, ein elektrisch zu betätigendes Hubbett für eine Person, eine Dieselheizung mit einer kaum hörbaren Pumpe, drei Klappen in der Heckgarage und außerdem eine GFK-Karosserie.

          Auf handlichen 6,50 Meter offeriert der Quartz einen Grundriss mit zwei Einzelbetten, was selten vorkommt bei dieser Aufbaulänge. Und das schmale Hubbett dürfte eine einmalige Erscheinung sein. Es ist das aufwendigste Enkelbett, das wir kennen, es hilft auch dann, wenn einer von den zwei Caravanern mal ein bisschen Abstand braucht. Es hängt über der Dinette hinter dem Fahrerhaus und lässt unter sich noch 1,85 Meter Stehhöhe.

          In die kleine Küche passt der Herd nur quer Bilderstrecke
          In die kleine Küche passt der Herd nur quer :

          Die Küche wird links der Eingangstür installiert, gegenüber das Bad, das vom Schlafzimmer im Heck aus zugänglich ist und samt diesem mit einer Tür vom Wohnraum abzutrennen ist. Der liegt eine Stufe tiefer, was ebenso wie diejenige vom Fahrerhaus zur Dinette der Gewöhnung bedarf. Für unseren Geschmack befinden sich zu viele Stufen im Challenger. Dass zwei auf die rund einen Meter über dem Boden liegenden Betten führen (mit Verbreiterungsmöglichkeit), ist nicht zu kritisieren, zumal die Stufen Stauräume für jede Menge Gepäck offerieren, vor allem Schuhe passen da vorzüglich hinein.

          Unter den mit Federunterstützung hochklappenden Betten gibt es je Fußende einen Kleiderschrank und auf einer Seite oben zwei flache Fächer - das ist alles recht zu gut erreichen. Zusätzlichen Raum bieten drei Dachkästen an der Heckwand, die nicht ganz so funktionieren wie geplant: Das Einlegebrett ist zu schmal, daher rutscht die Wäsche beim Fahren erst in die Wölbung des Deckels und fällt dann bei dessen Öffnen ganz heraus. Die Matratzen auf den Lattenrosten sind angenehm fest, über den Köpfen ist noch fast ein Meter Abstand zum Dach.

          Das Bad misst einen knappen Quadratmeter und lässt sich mit einer halbrunden vertikalen Lamellentür schließen. Es ist mit ausreichend Stauraum, drehbarer Toilette, Dusche (mit einem Extra-Vorhang) und Waschbecken bestückt. Letzteres indes sorgt für viel Verdruss: nur ein paar Zentimeter hoch, klein und mit einem Wasserhahn, der es fast überragt. Man kann noch nicht mal die Hände waschen, ohne dass das Wasser nach allen Seiten herausspritzt und am Schrank herunterläuft. Das Ding ist eine Zumutung.

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