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Weltpremiere in Berlin : Der neue Porsche Panamera ist da

Der Porsche Panamera wurde runderneuert. Bild: Porsche

Am Mittwoch ist die Hauptversammlung von Porsche in Stuttgart. Am Vorabend hat der neue Porsche Panamera Premiere. Das alte Motorwerk in Berlin-Weißensee gibt den passenden Rahmen für die Sportlimousine.

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          Sachlich betrachtet ist Porsche heute eine Geländewagenmarke. Von 225.121 im vergangenen Jahr abgesetzten Fahrzeugen waren mehr als 153.000  Macan oder Cayenne. Nur gut 31.000 waren 911er – eigentlich des Porsches Kern – dazu kamen noch fast 22.700 Boxster/Cayman und 17.207 Panamera.

          Boris Schmidt
          Redakteur im Ressort „Technik und Motor“.

          Die viertürige Sportlimousine darf sich als Bindeglied zwischen der Geländewagenfraktion und den reinen Sportwagen sehen, als der Panamera  2009 erstmals auf den Markt kam, hatte der Cayenne das Eis für viertürige Porsche schon längst gebrochen. Jetzt legt Porsche die zweite Generation des Panamera auf, der Kunde muss aber noch bis Anfang November warten.

          „Der Sportwagen unter den Luxuslimousinen“ ist bis zum letzten Detail neu entwickelt, Motoren und Getriebe sind neu wie auch eine Hinterachslenkung. Die Form orientiert sich an der Studie „Sport Turismo“ vom Pariser Salon 2012, das Heck wirkt jetzt wesentlich gefälliger, es bleibt bei der Heckklappe, die nun stets elektrisch öffnet.

          Mit einer Länge von 5,05 Meter ist der Panamera eindeutig der Oberklasse zuzuordnen, Länge und Radstand  (2,95 Meter) sind leicht gewachsen. Das Kofferaumvolumen liegt jetzt bei 495 Liter, weil sich die Rücksitzlehnen im Verhältnis 40:20:40 umklappen lassen, jubelt Porsche zu recht über das „variabelste und alltagstauglichste Modell der  Luxusklasse.“ Das maximale Gepäckvolumen liegt bei 1304 Litern.

          Motoren mit einigen Tricks

          Zum Marktstart offeriert Porsche den Panamera mit drei verschiedenen Triebwerken, als Turbo, 4S und 4S Diesel. Alle drei haben Allradantrieb und ein neues Achtgänge-Getriebe (Doppelkupplung). Alle Motoren sind Biturbo-Direkteinspritzer. Im Turbo arbeitet ein V8-Benziner mit 4,0 Liter Hubraum und 550 PS. Das maximale  Drehmoment beläuft sich auf 770 Newtonmeter. Noch mehr Bums hat der V8-Diesel. Er bietet gar 850 Nm, aber „nur“ 422 PS. Die Spitzengeschwindigkeit beträgt hier 285 km/h, kein Diesel-Serienfahrtzeug auf der Welt ist schneller. Der V8-Benziner rennt maximal  306 km/h.

          Der Heckflügen klappt automatisch aus. Bilderstrecke
          Der Heckflügen klappt automatisch aus. :

          Der 2,9-Liter große V6-Benziner, das Einstiegsmodell also, kommt auf immerhin 440 PS und 550 Nm, die Höchstgeschwindigkeit beträgt 289 km/h. Wer nach dem Verbrauch fragt: der V6 ist mit 8,2 Liter angegeben, der V8 mit 9,4. Der Diesel ist mit 6,8 Liter auf dem Papier (und gewiss auch im Alltag) der sparsamste.

          Die V8-Motoren können einige Tricks, der Benziner läuft auch auf vier Zylindern, was in bestimmten Situationen bis zu 30 Prozent Kraftstoff spart, der Diesel kann je nach Betriebszustand auch als Monoturbo fahren, dadurch verbessert sich das Ansprechverhalten des Motors. Alle Turbos sitzen zentral im V der Zylinderbänke, das hilft, die Motoren kompakter zu gestalten. Das Motoren-Trio wird 2017 Verstärkung bekommen, unter anderem von zwei Plug-in-Hybrid-Panamera. Sprich, eine Elektromaschine und ein Verbrennungsmotor arbeiten im Team, es kann rein elektrisch gefahren und die Batterie an der Steckdose aufgeladen werden.

          150.000 Einheiten verkauft

          Komplett neu ist auch das Cockpit, in Sachen Konnektivität und Infotainment ist der Panamera auf dem neusten Stand, auch neue Assistenzsystem gibt es, wie zum Beispiel einen Nachtsichtassistenten. Ein Stauassistent fährt den Panamera bis 60 km/h. Der Panamera 4S kostet 113.027 Euro, der 4S Diesel 116.954 und der Turbo 153.011 Euro.

          Porsche hatte bei der Panamera-Premiere vor sieben Jahren das Ziel ausgegeben, 20.000 Limousinen im Jahr zu verkaufen. Mit seither 150.000 verkauften Einheiten wurde das erreicht. Der neue, so die einhellige Meinung der Premierengäste, könnte aber durchaus das Zeug haben, größere Stückzahlen zu erreichen. Gebaut wird der neue Porsche ausschließlich in Leipzig. 500 Millionen Euro wurden in die Fertigung investiert. 

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