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VW Passat : In Zukunft zweigleisig

Der Bruder für Amerika: VW Passat Bild: Hersteller

Zuerst war es der Jetta, nun folgt der Passat. Volkswagen startet ein eigens auf die Staaten zugeschnittenes Modell. Der Passat wurde in Wolfsburg entwickelt. Er wird zum Kampfpreis von 20.000 Dollar aufwärts angeboten.

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          Volkswagen will weiter wachsen. Dafür muss neben Indien und China auch der amerikanische Markt besser beackert werden. Nach dem eigens auf die Staaten zugeschnittenen Jetta (gebaut im mexikanischen Puebla) startet dort im August zum Kampfpreis von 20 000 Dollar aufwärts ein eigenständiger Passat, der in Wolfsburg entwickelt worden ist.

          Boris Schmidt

          Redakteur im Ressort „Technik und Motor“.

          Um mit Honda, Toyota und Hyundai preislich konkurrieren zu können, war dafür ein Werk in den Staaten unerlässlich. Nach dem Ausstieg aus Westmoreland in den achtziger Jahren ist VW seit kurzem wieder als Hersteller aktiv, eine Milliarde Dollar wurden in eine neue Fabrik in Tennessee investiert, die eine Kapazität von 250 000 Einheiten hat. Geplant sind zunächst 150 000 Autos jährlich.

          Der amerikanische Passat unterscheidet sich deutlich von seinem deutschen Bruder, er wird ausschließlich als Limousine angeboten und ist mit 4,87 Meter Länge nach europäischen Maßstäben obere Mittelklasse. Der Einstiegspreis von 20 000 Dollar lässt aufhorchen, der große Unterschied zum deutschen Modell (Basispreis 24 500 Euro mit 1,4-Liter-Motor) komme zustande aufgrund des niedrigeren Lohnniveaus (15 Dollar je Stunde) und einfacheren Materialien. Bei einem ersten Probesitzen lässt sich aber kaum ein Unterschied feststellen. Auch die Ausstattung (es gibt die Linien S, SE und SEL) ist sehr gut.

          Drei Motoren stehen zur Wahl (gefertigt in Salzgitter, Puebla oder in Polen): ein 1,8-Liter-Benziner mit 125 kW (170 PS), ein Zweiliter-„Clean Diesel“ mit 103 kW (140 PS) sowie der VR-Sechszylinder mit 3,6 Liter Hubraum und 208 kW (280 PS). Dieser kommt serienmäßig mit einem DSG-Getriebe aus Kassel, die beiden anderen Getriebe kommen von japanischen Zulieferern. Wer einen deutschen Passat will, soll in Zukunft den CC kaufen, dieser wird nach wie vor importiert. Dem Jetta stellt man im April einen Jetta GLI zur Seite, der ebenfalls aus Deutschland importiert wird. Im VW-Marketing ist man der Meinung, dass der amerikanische Kunde gern mehr für ein rein deutsches Auto zahlt.

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