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TÜV-Report : Mehr als jeder fünfte Wagen fällt durch

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Am seltensten fällt der Porsche 911 durch die Prüfung. Bild: dpa

Ob defekte Beleuchtung, mangelhafte Bremsen oder austretendes Öl: Über zwanzig Prozent der Autos in Deutschland sind durch die Hauptuntersuchung der TÜV-Prüfstellen gefallen. Ein bekannter Sportwagen tut es am seltensten.

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          Die Quote der Autos mit „erheblichen Mängeln“ stieg von 19,9 Prozent im Vorjahr auf 21,2 Prozent, wie der TÜV-Verband (VdTÜV) mitteilte. Der Verband wertete 8,8 Millionen Hauptuntersuchungen aus, die der TÜV als einer der Anbieter innerhalb eines Jahres durchgeführt hat. Die Autobesitzer mussten deshalb ihre Wagen reparieren und nochmals prüfen lassen. Knapp 4800 Autos erklärten die Prüfer für „verkehrsunsicher“ und legten sie sofort still.

          Als einen wichtigen Grund für die gestiegene Durchfallquote macht der VdTÜV die alternde Fahrzeugflotte in Deutschland aus. Das Durchschnittsalter aller Pkw beträgt aktuell 9,4 Jahre. Im Vergleich zum Jahr 2000 sind die Autos damit im Schnitt 2,5 Jahre älter. „Über kurz oder lang wird das zu einem Problem für die Verkehrssicherheit“, erklärte VdTÜV-Geschäftsführer Joachim Bühler. Denn mit höherem Alter steige die Fehleranfälligkeit der Pkw.

          Nach den Ergebnissen des aktuellen TÜV-Reports fällt nur jedes zehnte der vier bis fünf Jahre alten Fahrzeug durch die HU, während es bei den zehn bis elf Jahre alten Fahrzeugen mehr als jedes vierte ist. „Gerade die Halter älterer Autos sind aufgerufen, ihre Fahrzeuge regelmäßig zu warten, um sich und andere nicht in Gefahr zu bringen“, erklärte Bühler.

          Am seltensten fällt der Porsche 911 durch die Prüfung. Nur auf 2,5 Prozent der geprüften zwei bis drei Jahre alten Modelle des Sportwagens traf dies zu. Auch in allen anderen Altersklassen schneidet der 911 am besten ab. Die Spitzenreiter in der Kompaktklasse, der Mittelklasse, bei SUVs und Vans stammen von Mercedes. Bei den Kleinwagen gewinnt der Hyundai i20 und bei den Minis der Opel Adam. Schlusslichter sind der Dacia Logan, der Peugeot 206, der Renault Kangoo und der Chevrolet Matiz.

          Ein großer Faktor bei der HU ist das Thema Licht. Vor allem ältere Fahrzeuge fallen auf den TÜV-Prüfständen mit defekter Beleuchtung auf. Ein weiteres Problem ist Ölverlust an Motor und Antrieb. Austretendes Öl ist kritisch, da es bei einem Unfall brandbeschleunigend wirkt und die Umwelt belastet.

          Mängel an den Achsfedern und den Stoßdämpfern verschlechtern nicht nur den Fahrkomfort, sondern sind auch ein Sicherheitsrisiko, weil die Fahrzeuge nicht mehr stabil auf der Straße liegen. Das ist vor allem in engen Kurven oder bei Ausweichmanövern gefährlich. Nicht zuletzt müssen die Bremsen regelmäßig gewartet werden, um sicher unterwegs zu sein.

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          Neu ist in diesem Jahr die Mängelkategorie „gefährlicher Mangel“, die wegen einer EU-Richtlinie eingeführt wurde. Für die Fahrzeughalter hat das in der Praxis aber nur geringe Auswirkungen: Sie erhalten einen Hinweis auf dem Prüfbericht und haben dann - wie bei den „erheblichen“ Mängeln - einen Monat Zeit für die Reparatur und HU-Nachprüfung.

          Bereits seit Anfang 2018 ist wieder eine Abgasuntersuchung mit Endrohrmessung bei der HU Pflicht. Ihre volle Wirksamkeit entfaltet sie laut TÜV aber erst mit den neuen Grenzwerten, die ab 2019 dem Stand der Technik angepasst werden. Ein weiterer Meilenstein sei die Messung der Partikelanzahl bei Dieselfahrzeugen ab dem Jahr 2021.

          Darüber hinaus fordert der TÜV-Verband, dass zukünftig auch die Stickoxid-Emissionen (NOx) von Dieseln bei der Abgasuntersuchung überprüft werden. „Schmutzige Luft macht Menschen krank“, erklärte Bühler. „Die Prüfungen stellen sicher, dass die Abgasreinigung in unseren Fahrzeugen einwandfrei funktioniert.“ Außerdem forderte Bühler Zugang zur Software von sicherheitsrelevanten Fahrzeugkomponenten, um Autofahrer besser vor kriminellen Hackerangriffen zu schützen.

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