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Trotz vieler Probleme : Der Elektro-Auto-Hype

  • -Aktualisiert am

Die Batterien im E-Golf kosten Platz, trotzdem reicht es für fünf Insassen Bild: Hersteller

Die Politik will das Klima mit Elektroautos retten oder zumindest die Luft in Großstädten verbessern. Bevor es dazu kommt, sind enorme Hürden zu überwinden. Auch wenn die Ingenieure wissen, wie man einen elektrischen Antrieb fürs Auto baut.

          Elektroautos? Die hatten wir schon vor mehr als 100 Jahren und seither immer, freilich nicht als Individualvehikel. Sie fahren auf Flughäfen, Golfplätzen und bei den Kommunen, auf Bahnhöfen und in Industriehallen. Viele werden noch mit preisgünstigen Bleibatterien versorgt, neuerdings auch mit NiMH-(Nickel-Metallhydrid)Akkus. Mit den modernen, etwa viermal leistungsfähigeren Lithium-Ionen-Batterien kann man zweifellos auch Autos antreiben. Doch hier stoßen sie auf den Verbrennungsmotor mit seinem flüssigen Futter, das ihnen die mehr als zwanzigfache Speicherdichte voraushat - und die Sicherheit im Umgang damit.

          Nun aber will die Politik das Klima mit Elektroautos retten, zumindest die Luft in Großstädten verbessern. Bevor es dazu kommt, sind freilich enorme Hürden zu überwinden. Zunächst muss ein zum Straßenverkehr zugelassenes Elektroauto den gleichen Sicherheitsvorschriften wie Autos mit Verbrennungsmotoren genügen und seinen Insassen ein Minimum an Komfort bieten. Das heißt, anders als heutige Autos werden Elektrovehikel nicht aussehen. Also Superleichtbau für mehr Reichweite?

          Aber gewiss doch. Leichtbau ist freilich teuer. Dazu kommen der hohe Preis der Batterie und ihr hohes Gewicht. Elektrische Massenmotorisierung bleibt damit ein Wunschtraum von Politikern, die nie begreifen werden, dass sich auch mit noch so vielen Fördermitteln aus Steuergeldern Naturwissenschaft und Technik nicht überlisten lassen.

          Wassergekühlter Elektromotor ohne Schaltgetriebe

          Wie man einen elektrischen Antrieb fürs Auto baut, wissen die Ingenieure längst, da brauchen sie keine Nachhilfe. Erst kürzlich fuhren wir einen Elektrogolf von VW mit der Bezeichnung Blue-E-Motion, der sich so perfekt fahren ließ, als stamme er aus der Großserie. Der wassergekühlte Elektromotor ohne Schaltgetriebe mit 85 kW (116 PS) maximaler Leistung (Dauerleistung 50 kW/68 PS) entwickelt ein Drehmoment von 270 Newtonmeter und beschleunigt das Auto in 11,8 Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h. Die Höchstgeschwindigkeit ist auf 135 km/h begrenzt, um die angegebene Reichweite von 150 Kilometern unter günstigsten Bedingungen zu erreichen. Lüftung, Heizung, Klimatisierung, Licht, Scheibenwischer, Servolenkung, Bremsen und andere Verbraucher zehren an der Reichweite, denn eine andere Energiequelle als die Batterie gibt es nicht.

          Der vergleichsweise winzige Motor residiert tief unten unter der Motorhaube, während der Raum darüber mit Leistungs- und anderer Elektronik angefüllt ist. Die mehrteilige LI-Batterie beansprucht den Mitteltunnel, den Platz des ehemaligen Kraftstofftanks und den Raum unter dem Kofferraumboden, der etwas angehoben wurde. Im Innenraum finden nach wie vor fünf Personen Platz. Die Batterien werden mit Wasser gekühlt und haben eigene Kühlkreisläufe mit elektrisch angetriebenen Umwälzpumpen sowie ausgeklügelte Überwachungs- und Leistungselektronik mit ebensolchen Kreisläufen. Denn Batterien dürfen beim Laden und beim Betrieb nicht zu warm werden, zudem vermeidet man aus Sicherheits- und Alterungsgründen die vollständige Auf- und Entladung.

          Mit Batterien kommt der E-Golf auf 1545 Kilo

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