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Toyota RAV4 : Mit einem, zwei oder drei Motoren

  • -Aktualisiert am

Die fünfte Generation zu Preisen ab 29.990 Euro Bild: Hersteller

Der Toyota RAV4 kam 1994 erstmals auf den Markt. Er war hochbeinig wie ein Geländewagen, hatte auch Allradantrieb. Mit der fünften Generation hat sich noch einmal einiges geändert.

          Der Toyota RAV4 ist ein Pionier. Er kam 1994 erstmals auf den Markt, war hochbeinig wie ein Geländewagen, hatte auch Allradantrieb, aber kein Untersetzungsgetriebe, wie damals eigentlich noch üblich. Man sprach noch von Fun Cars, der Honda HR-V und der Land Rover Freelander folgten bald nach diesem Muster. Heute hat sich der Begriff SUV (Sports Utility Vehicle) längst eingebürgert. In den fast 25 Jahren seiner Modellgeschichte gab es den Toyota RAV4 als kurzen Drei- und längeren Fünftürer, als Cabriolet, mit Hybridantrieb, als Diesel, als Elektroauto sowie wahlweise mit und ohne Allradantrieb. Mehr als neun Millionen Einheiten wurden bislang abgesetzt, rund zwei Millionen davon in Europa.

          Jetzt steht die fünfte Generation zu Preisen ab 29.990 Euro im Handel, dafür gibt es einen 4,60 Meter langen Viertürer mit 2,0-Liter-Benzinmotor. Dreitürer gibt es seit der dritten Generation nicht mehr. Toyota Deutschland erwartet, dass sich rund 80 Prozent aller RAV4-Käufer für das Hybridmodell entscheiden, das mindestens 32 990 Euro kostet und einen Elektromotor mit einem 2,5-Liter-Benziner kombiniert. An der Steckdose aufladen ist nicht möglich.

          Der fünfte RAV4 basiert auf der gleichen Plattform, die Toyota auch für die Modelle Prius und den neuen Corolla nutzt, der bald auf Technik&Motor vorgestellt wird. Die TNGA-Plattform (Toyota Global New Architecture) ist deutlich verwindungssteifer als die bisherige Plattform und sorgt außerdem für eine um 1,5 Zentimeter höhere Bodenfreiheit. Zudem ist der Radstand um drei Zentimeter auf jetzt 2,66 Meter gewachsen. Rein rechnerisch passen 580 Liter Gepäck in den Fünfsitzer. Durch Umklappen der Rücksitze sind es sogar 1690 Liter, im Vergleich mit der vierten Generation ist das ein Plus von fast 80 Litern.

          4,60 Meter langer Viertürer mit 2,0-Liter-Benzinmotor Bilderstrecke

          Der 2,0-Liter-Benziner ist ein Vierzylinder, der 175 PS leistet und ein maximales Drehmoment von 208 Newtonmeter zwischen 4300 und 5200/min aufbietet. Geschaltet wird manuell in sechs Gängen, Allradantrieb kostet 3000 Euro Aufpreis. Der Normverbrauch des bis zu 190 km/h schnellen Benziners liegt je nach Version zwischen 6,0 und 6,4 Liter.

          Als Hybridmodell kann der RAV4 ebenfalls mit Front- oder Allradantrieb bestellt werden. Hier ist ein 2,5-Liter-Vierzylinderbenziner mit 178 PS das Herzstück, das elektrisch unterstützt wird. Beim Fronttriebler hilft ein 88 kW (120 PS) starker Elektromotor. Das ergibt dann eine Gesamtsystemleistung von 218 PS. Bei der Allradvariante, die von 37 990 Euro an in der höheren Ausstattungsklasse „Comfort“ zu haben ist, schickt ein zweiter Elektromotor im elektrischen Allradsystem zusätzliches Drehmoment an die Hinterachse, die Systemleistung klettert so auf 222 PS. Mit maximal 180 km/h Spitze ist das Hybridmodell nicht ganz so flott wie der reine Benziner, aber der Normverbrauch ist deutlich niedriger: Er liegt zwischen 4,5 und 4,8 Liter.

          Auf ersten Probefahrten mit dem einfachen Hybridmodell versprach der Bordcomputer 4,8 Liter. Die Kraft wird im teilelektrischen RAV4 mittels eines stufenlosen CVT-Getriebes übertragen. Wer auf Anhängerbetrieb Wert legt, sollte den puren Benziner bevorzugen, er kann bis zu 2000 Kilogramm an den Haken nehmen. Beim Allrad-Hybrid sind es nur 1650 Kilo, und mit Frontantrieb gar nur deren 800. Einen Dieselmotor gibt es nicht.

          Zur Wahl stehen sechs Ausstattungsversionen, aber schon die Basisversion des Toyota-SUV hat LED-Scheinwerfer, Anhängerstabilisierungskontrolle, Klimaanlage, Rückfahrkamera, Verkehrsschilderkennung, Spurhaltesystem, adaptive Geschwindigkeitsregelanlage und Toyota Safety Sense an Bord. Ganz neu ist der sogenannte Smart View Mirror. Er ist von der Club-Version an Serie, dahinter verbirgt sich ein Innenspiegel mit kamerabasierter Panoramaansicht, unabhängig davon, ob Personen im Fond sitzen oder der Kofferraum bis unters Dach beladen ist.

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