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Range Rover Evoque : Mit Blick durch die Motorhaube

Die junge Freiheit: Range Rover Evoque Bild: Hersteller

Die durchsichtige Motorhaube ist das wohl spannendste Detail des Range Rover Evoque. Pfiffige Kameratechnik macht es möglich.

          2 Min.

          Die durchsichtige Motorhaube ist das wohl spannendste Detail des Range Rover Evoque. Kameras erfassen die für die Passagiere uneinsehbaren Bereiche vor und unter dem Auto und errechnen daraus ein Bild, das zeitverzögert auf dem Hauptmonitor angezeigt wird. Kameratricks beherrscht auch der Rückspiegel, der gegen Aufpreis umschaltbar ist zwischen der gewohnten Darstellung und einem Bildschirm, der einen erweiterten Blick nach hinten bietet. Kameras in der Antennenfinne liefern das Bild. Auf diese Weise wird die Rundumsicht erhöht, und man hat das rückwärtige Geschehen auch dann im Blick, wenn Ladung im Innenraum die Sicht nach hinten versperrt.

          Michael Spehr

          Redakteur im Ressort „Technik und Motor“.

          Die zweite Generation des kompakten SUV beeindruckt also mit smarten Ideen. Und sie lässt sich mit zwei verschiedenen Infotainment-Systemen bestellen. Das von uns erprobte kleine Touchpro als Serienausstattung unterscheidet sich vom größeren Touchpro Duo durch den Hauptmonitor. Bei der teureren Anlage mit einem Aufpreis von 600 Euro ragt er weiter in den Innenraum hinein, ferner liegt unterhalb der Anzeige eine zweite für die Bedienung der Klimaanlage. Das kleine Touchpro hat schon alles, was man unterwegs braucht. Auf dem 10-Zoll-Monitor kann sich die Generation Smartphone austoben. Nicht nur wegen der Softkeys am Bildschirmrand, die den Weg in Untermenüs weisen und mit einem zweiten Fingertipp ein Zusatzmenü hervorbringen. Auch das Bewegen auf dem Hauptbildschirm mit typischen Gesten geht so einfach von der Hand wie auf dem Handy.

          Blick voraus unter die Motorhaube
          Blick voraus unter die Motorhaube : Bild: Spehr

          Persönliches Startmenü

          Auf dem Hauptbildschirm, der auch vom Beifahrer zu erreichen ist, lässt sich ein persönliches Startmenü einrichten. Miniprogramme und Schaltflächen zum Aufruf bestimmter Funktionen kann man nach eigenem Gusto arrangieren. Der elektronische Kopilot stammt von Here, also dem Gemeinschaftsunternehmen von Audi, BMW und Daimler. Die Straßennavigation überzeugt, gelungen ist die Kombination aus Online- und Offline-Suche. Meist genügen wenige Wortbestandteile, um ein Ziel zu finden.

          Digitaler Rückspiegel: Zeigt auch bei versperrtem Blick nach hinten.
          Digitaler Rückspiegel: Zeigt auch bei versperrtem Blick nach hinten. : Bild: Hersteller

          Die Netzanbindung erfolgt mit eigener Sim-Karte. Auf diese Weise kommen auch Echtzeit-Verkehrsinfos ins Fahrzeug. Die Qualität der Staudaten ist ordentlich. Wie bei anderen Herstellern lassen sich Staus und Störungen in Ampelfarben auf die Darstellung der Hauptverkehrsstraßen projizieren. Ein weiterer Pluspunkt ist die Lernfähigkeit der Navigation: Sie erfasst den täglichen Weg zur Arbeit, schlägt das entsprechende Ziel vor und berechnet eine schnellstmögliche Route. Was uns stört: Zu Beginn der Fahrt benötigt die Anlage lange zum Hochfahren, die Sprachsteuerung steht anfangs nicht zur Verfügung, und wenn sie endlich loslegt, ist ihre Bedienung umständlich. Ist das Navigationsziel erkannt, muss man noch einmal aufwendig mit einem Sprachbefehl bestätigen.

          Apple Carplay spielt auch mit

          Apple Carplay und Android Auto werden ebenfalls unterstützt, allerdings nur in der kabelgebundenen Variante. Für die Fondpassagiere stellt die Anlage einen LTE-W-Lan-Hotspot zur Verfügung, sechs USB-Anschlüsse dürften für die mitgebrachte Ausstattung der Passagiere ausreichend sein. Für das Modelljahr 2021 verspricht Range Rover eine deutliche Aufwertung des Infotainments. Das neue System heißt dann Pivi, es erlaubt einen schnelleren Aufruf von Funktionen mit maximal zweimaligem Tippen, und der Musikdienst Spotify wird in das Menüsystem integriert. Ferner können künftig zwei Mobiltelefone gleichzeitig mit Bluetooth angebunden werden, und dank eingebauter E-Sim-Karte gelangen Updates der Software automatisch während der Fahrt ins Auto.

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