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Range Rover Evoque Cabrio : Endlich ein offenes SUV

  • -Aktualisiert am

Bild: Hersteller

Der Range Rover Evoque kommt am 4. Juni als Cabriolet für mindestens 51.200 Euro auf deutsche Straßen. Wir haben bei einer Probefahrt schon mal das Dach geöffnet.

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          Ein SUV als Cabriolet, die Idee birgt einen gewissen Charme. Das vorerst letzte Unterfangen dieser Stilrichtung, den Nissan Murano als nach oben offene Version zumindest in Amerika anzubieten, scheiterte wegen arger Qualitätsmängel kläglich. Jetzt unternimmt Land Rover den Versuch, das SUV-Angebot um eine besonders atmungsaktive Facette zu bereichern. Der überaus erfolgreich gestartete Mittelklasse-Kandidat Range Rover Evoque kommt am 4. Juni als Cabriolet für mindestens 51200 Euro auf deutsche Straßen.

          Dabei schärft die britische Traditionsmarke das ohnehin schon äußerst extrovertierte Design des Evoque mit einer flachen Stoffmütze, die auf den hohen Bordwänden stramm wie eine Badekappe sitzt. Die Kopffreiheit ist für die Passagiere jedoch ähnlich gut wie im blechbedachten Evoque, fast zehn Zentimeter liegen zwischen dem Scheitel und der Inneren der fünf textilen Lagen des Verdecks.

          Es öffnet sich elektrisch angetrieben in 18 Sekunden, beim Schließen vergehen 21 Sekunden, beides funktioniert bis 48 km/h Fahrgeschwindigkeit. Geblieben sind der Karosserie die wuchtige Front und ein steiles Heck, das jetzt eine vertikal stehende Klappe statt eines schrägen Deckels abschließt. Dahinter verbergen sich 251 Liter Gepäckraum, die sich dank vieler rechter Winkel effizient nutzen lassen.

          Hinten kann nur der Nachwuchs zufrieden sein

          Vorn bietet das Range-Rover-Cabrio üppige Platzverhältnisse, hinten kann nur der Nachwuchs zufrieden sein. Für Erwachsene geht die Sitzbank allenfalls als Notbestuhlung durch. Durchladen lassen sich dagegen Ski dank einer Klappe in Rückbankmitte, Land Rover spricht dem Cabriolet nicht allein aufgrund des vorzüglichen Traktionsvermögens des hochentwickelten Allradantriebs die Tauglichkeit für jede Jahreszeit zu. Bei einem Unfall schnellen automatisch zwei Schutzbügel aus dem Spalt zwischen Sitzlehnen und Verdeckkasten hervor und behüten die Passagiere bei einem Überschlag.

          Dem Menschen am lederbezogenen Lenkrad macht das 4,37 Meter lange Evoque Cabriolet nicht nur wegen des uneingeschränkten Frischluft-Genusses Spaß. Sehr flink und präzise lässt sich die verwindungssteife Karosserie durch die Kurven lenken, das Fahrverhalten ist ausgewogen und sportlich, die Federung harmonisch und eher komfortabel abgestimmt.

          Mühe geben müssen sich die beiden Dieselmotor-Versionen mit zwei Liter Hubraum, die zwar ordentliche Leistungen anbieten (150 und 180 PS), es aber mit beinahe zwei Tonnen Leergewicht aufzunehmen haben. In weniger als zehn Sekunden beschleunigt daher nur die stärkste Motorisierung, der Zweiliter-Turbobenziner mit 240 PS, den offenen Range Rover Evoque von 0 auf 100 km/h. Die Selbstzünder sind zumindest nach der Norm genügsam und verlangen 5,7 Liter Diesel auf 100 Kilometer, den Benziner dürstet nach 8,6 Liter Treibstoff. Ein neunstufiges Automatikgetriebe überträgt die Kräfte in allen Versionen.

          Die Grundausstattung ist ordentlich, die Basis-Assistenten, eine wohlklingende Audioanlage und elektrische Sitzverstellung vorn sind immer an Bord. Extra bezahlt werden wollen unter anderem das empfehlenswerte Windschott (300 Euro) und jedwede Lackierung, solange sie nicht weiß ist. 800 Euro kosten die Metallicfarben, doppelt so viel verlangt Land Rover für Premiumlackierungen. Man geht eben von einer eher wohlhabenden Kundschaft aus.

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