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Seat Ateca : Spanischer Spätzünder

SUV – Škoda Und Volkswagen. Im adretten Ateca stecken Geschwistergene. Bild: Hersteller

Seat musste lange auf seinen ersten SUV warten – jetzt ist der „Ateca“ da. Die Optik des Spaniers wirkt frisch, im Innenraum verfliegt jedoch der Pep.

          Was lange währt, wird endlich Seat. Die Spanier im Volkswagen-Konzern mussten ewig warten, bis auch sie ein SUV bauen durften. Jetzt ist es so weit, und wenn sie Glück haben, ist des Kunden Durst nach dieser Gattung Fahrzeug noch immer nicht gestillt.

          Holger  Appel

          Redakteur in der Wirtschaft, zuständig für „Technik und Motor“.

          Das erste in der Geschichte von Seat trägt die Bezeichnung Ateca, benannt nach einer spanischen Stadt. Es ist 4,36 Meter lang, 1,84 Meter breit und 1,60 Meter hoch und damit in der Welt des bisherigen VW Tiguan oder Nissan Qashqai unterwegs. Mit der äußeren Linienführung gelang den Designern ein kleiner Coup, der Ateca sieht frisch und gut aus. Innen gilt das leider eingeschränkter, hier herrscht die bekannte Nüchternheit des VW-Śkoda-Seat-Baukastens vor. Die Einrichtung ist funktional, südländischer Pep geht ihr ab.

          Brauchbar im Gelände

          Dank optionalem Allradantrieb werden dem Seat brauchbare Kletterkenntnisse nachgesagt, ob das so ist, ließ sich anlässlich der statischen Präsentation noch nicht erfahren. Die Benziner und Diesel leisten 115 bis 190 PS, und Seat traut sich, einen 1,0-Liter-Dreizylinderbenziner als Basismotor anzubieten. Geschaltet wird mittels Sechsgang-Handschalter oder Doppelkupplungsautomat.

          Unter der Haube des Spaniers arbeiten wahlweise 115 bis 190 PS als Benziner oder Diesel. Geschaltet wird manuell mit einem Sechsgang-Getriebe – wenn  man nicht dem Doppelkupplungsautomat die Auswahl der Gänge überlässt. Bilderstrecke

          An Bord sind über die üblichen Fahrhilfen hinaus ein Notfallsystem, das bei ausbleibenden Reaktionen des Fahrers das Auto bis zum Stillstand abbremst, automatische Fahrt im Stau, eine Einparkautomatik, die Lücken längs und quer beherrscht, sowie auf Wunsch Voll-LED-Scheinwerfer. Der berührungsempfindliche Bildschirm soll der Jugend alle Wünsche vom Smartphone ablesen. Die Heckklappe öffnet und schließt elektrisch und per Gestensteuerung, dahinter eröffnen sich 510 Liter Stauraum, mit Allradantrieb noch 485 Liter. Die Markteinführung ist für Ende Juni geplant. Seat nennt noch keine Preise, das Zielobjekt heißt Qashqai, dessen Tarif beginnt mit knapp 20.000 Euro.

          Damit nicht genug: Binnen 18 Monaten frischt Seat den Leon auf, bringt einen neuen Ibiza und ein weiteres, kleineres SUV. Dass der Modellfahrplan erst lange wenig und jetzt so viel auf einmal vorsieht, muss nicht jeder verstehen. Die Marke könne einen Aufmerksamkeitsschub gut vertragen, meint ihr Vorstandsvorsitzender Luca de Meo. Der in der Tschechischen Republik bei Śkoda gebaute Ateca sieht so aus, als wäre er dafür ein gelungener Anfang.

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