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Sportboote : Hier geht's um das Oho

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Boston Whaler 150 Super Sport Bild: Dieter Wanke / terrapicture

Das einst besungene knallrote Gummiboot genügt den Ansprüchen der meisten Freizeitkapitäne nicht mehr. Für Einsteiger und Normalverdiener gibt es deshalb hübsche und unkomplizierte Sportboote.

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          Weniger ist manchmal mehr. Besitzer kleinerer Motorboote haben es oft leichter als die Eigner großer Yachten. Dank simpler und solider Technik hält sich der Aufwand für den Service in Grenzen. Einen Liegeplatz braucht man nicht unbedingt, bloß einen Stellplatz. Neben der heimischen Garage vielleicht? Da die quirligen Kleinen sehr transportabel sind, können sie überall zum Einsatz kommen. Im Gegensatz zu großen Booten ist man also nicht an ein Revier gebunden, sondern kann stets neue Gegenden erkunden. Die Nachteile liegen auf der Hand. Komfort gibt es nur begrenzt, und zum Wohnschiff taugen Trailerboote nicht. Ist eine Kabine vorhanden, sind bestenfalls ein paar Übernachtungen am langen Wochenende drin. Den Spaßfaktor muss das nicht mindern. Ob die Gattin sich nun sonnenbadend treiben lassen will, der Eigner seine Köder nach großen Fischen auslegt, oder die Kinder sich auf dem Wakeboard austoben - all das geht mit den kleinen Spaßmachern. In der großen Flexibilität liegt also ein wesentlicher Vorteil von kompakten Sportbooten.

          Alle drei ausgewählten Marken sind Klassiker. Dahinter stecken renommierte Werften mit viel Erfahrung im Bootsbau. Die Boote von Boston Whaler sind legendär. Warum? Weil sie unsinkbar sind. Nein, nicht so wie die „Titanic“. Sie gehen wirklich nicht unter. Egal, was passiert. Denn sie haben eine innere und eine äußere Kunststoffschale. Der Zwischenraum ist komplett mit Hartschaum gefüllt. Dass die Konstruktion beim besten Willen nicht absäuft, hat Firmengründer Richard T. Fisher seit der ersten Ausstellung auf einer Messe 1958 in mehreren spektakulären Aktionen unter Beweis gestellt, indem er auf dem Wasser schwimmende Boote mitten durchsägen ließ, um dann mit den Einzelteilen wieder an Land zu fahren. So entstand das Image der Marke, und der Erfolg der amerikanischen Werft war fast eine logische Folge.

          Für Einsteiger ist die Bosten Whaler ideal

          Zwar nicht unsinkbar, aber trotzdem schwer unterzukriegen, sind die beiden anderen Kandidaten. Die norditalienische Sessa-Werft ist ebenfalls seit mehr als 50 Jahren im Geschäft. Mit dem Bootsbau begannen die Kunststoff-Spezialisten aber erst 1972. Seitdem ist der Familienbetrieb für solide und sauber verarbeitete Boote bekannt. Die neuen Produkte fallen durch ihr schickes Design mit einer sehr modernen Linienführung auf. Wer hinter der agilen Erscheinung nun Kompromisse in der Handhabung erwartet, was bei so manchem Hingucker ja schon vorkam, der kann beruhigt sein. Auch in diesem Unternehmen arbeiten die Entwickler mit Sorgfalt. Die größte im Bunde der Kleinen ist ebenfalls eine Europäerin. Das mag verwundern, denn Sea Ray - 1959 gegründet - hat seinen Sitz eigentlich im amerikanischen Bundesstaat Tennessee. Doch dieser Spross der großen Familie wurde in der Europazentrale in Amsterdam speziell für den europäischen Markt entwickelt. Gebaut werden die Boote in Polen.

          Sessa Key Largo 20

          Für Einsteiger und Leute, die es einfach mögen, ist die Bosten Whaler ideal. Bei dem 4,69 Meter langen Gerät handelt es sich um ein komplett offenes Allround-Sportboot. Außer der schon erwähnten Unsinkbarkeit ergibt sich durch die doppelschalige Konstruktion ein weiterer Vorzug, nämlich eine sehr hohe Stabilität. Mit anderen Worten: Eine Boston Whaler ist langlebig und fast unverwüstlich. Das Boot wird komplett mit einem montierten Viertakt-Außenborder vom Typ Mercury F60 und Trailer angeboten. In der Grundausrüstung ist Notwendiges und Nützliches wie Navigationsbeleuchtung, Kühlbox oder vier Halter für Angelruten bereits enthalten. Ist der serienmäßige 25-Liter-Tank gefüllt, steht der sofortigen Jungfernfahrt also nichts entgegen.

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