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3er BMW : Tarnen und Testen

  • -Aktualisiert am

Bild: Günter Schmied

Ein neues Auto auf den Markt bringen: Der Aufwand ist riesig, der Teufel liegt im Detail. Der Autor hat die Entwickler des neuen 3er BMW im Laufe von fast zwei Jahren immer wieder besucht.

          6 Min.

          Lutz Hahn reibt sich an diesem Augustvormittag den Schweiß aus dem Gesicht. Das digitale Thermometer im getarnten Prototyp zeigt 50 Grad Celsius an, doch tatsächlich ist es in der Wüste Nevadas deutlich heißer. Ab 50 Grad hört die Bordelektronik im neuen BMW 3er auf zu zählen. Bis zum Produktionsstart sind es noch rund drei Monate – Zeit genug, dieses kleine Problem zu lösen.

          Hahn, leitender BMW-Entwickler am Standort Oxnard, ist entspannter, als es sein Wagen gerade sein dürfte. Am Ende seiner Testphase geht es für den 3er der kommenden Baureihe G20 noch einmal zum Stresstest in die Gluthitze Nevadas. Während in Deutschland alle bei 35 Grad im Schatten stöhnen, können die BMW-Entwickler über derartige Werte nur müde schmunzeln. Die Hitzetests im Westen Amerikas bescheren Mensch und Maschine über eine Woche Temperaturen von deutlich über 50 Grad im Schatten, in der Sonne auch schon mal 60 Grad und mehr. „Wir heizen den Wagen immer wieder auf und schauen dabei, ob die Klimatisierung perfekt funktioniert“, erzählt Hahn und schaut eine Dreiviertelstunde außerhalb von Las Vegas auf sein Notebook.

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