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Smart Fortwo Cabriolet : Die Verwaltung des Windes

  • -Aktualisiert am

Frischluftvergnügen: Ein bisschen offen für zwei, das Smart Cabrio. Bild: Hersteller

Smart stellt die neue Cabrio-Version des Fortwo vor. Der ultrakompakte Zweisitzer soll nicht nur optimales Platzmanagement beherrschen, sondern auch die Frisur der Passagiere schützen.

          Kein Dach über dem Kopf, aber fröhlich unterwegs. Frisch und frank sowieso und flink und frech wie das Wiesel im Frühling. In dieser eher juvenilen Form der mobilen Unbehaustheit leben die Freunde des Smart Fortwo Cabrios seit jeher. Jetzt können sie von März an wieder ihre Freude am Gewicht der Sonne auf dem Scheitel in der Neuauflage des kleinsten Offenautos des großen Daimler-Konzerns erleben. Etwa ein Jahr nach dem Start der dritten Smart-Generation biegt der ultrakompakte Zweisitzer (Länge: 2,69 Meter) in seiner neuen Cabrio-Version auf die Zielgerade zu Verkaufsräumen und Kunden ein. Die Preise der beiden Offenvarianten beginnen je nach Motorstärke bei 15.655 Euro oder bei 16.550 Euro.

          Im Vergleich zum Coupé ist das Cabriolet etwas dynamischer geschnitten. Das betrifft nicht die knuddelige und deutlich zu großspurig wirkende Frontpartie. Um das Cabrio schon im Stand ein wenig nach vorne zu bewegen, verlaufen die hinteren Dachsäulen nach oben schräger und mit geringerer Breite. Über dem versenkbaren Seitenfenster sind die beiden seitlichen Dachbegrenzungen zwischen den Kanten der Frontscheibe und der hinteren Dachsäule als massive Holme ausgebildet, die man mit ein paar Klicks herausnehmen kann. Im Deckel des handschuhfachähnlichen Kofferraums wartet eine mit Spanngurten gesicherte und säuberlich in Fächer unterteilte Box, in der die Holme verstaut werden.

          Windbeherrschung in drei Formen

          Sie müssen aber auf der Suche nach Sonne und bewegter Luft nicht unbedingt aus dem Dach gelöst werden. Denn das Smart Cabrio bietet die Verwaltung der Winde. Auf Knopfdruck fährt das dreilagige Textil-Gummi-Kunststoff-Dach wie ein großes Faltschiebedach nach hinten und bildet am oberen Rand des gläsernen und beheizbaren Heckfensters einen Wulst, der die Sicht kaum behindert. Die zweite Position vereint Wulst und Heckfenster und legt sie über dem Kofferraumdeckel ab, bei noch immer fest montierten Seitenholmen. Dann werden diese demontiert, das Cabrio hat seine dritte und offenste Form erreicht, und mit heruntergefahrenen Seitenfenstern wird auf Durchzug geschaltet. Der gesamte Vorgang soll sich nach Smart-Messungen (ohne Demontage und Verstauen der Holme) in zwölf Sekunden absolvieren lassen. Sogar während der Fahrt und bis zur Höchstgeschwindigkeit.

          Die Technik der beiden Cabrio-Versionen entspricht beinahe jener im Coupé. Natürlich hat die Ausführung mit dem beweglichen Dach ein paar Besonderheiten, vornehmlich zur Festigung und zur Stabilisierung der Karosserie. Aber die grundsätzliche Antriebstechnik hat keine Änderungen erfahren. Denn im Heck hockt in Unterflurposition nach Wahl einer der beiden Dreizylindermotoren, er treibt die etwas fetter dimensionierten Räder an, und für den Wechsel der Gänge ist wie im Coupé das hier serienmäßige vollautomatische Doppelkupplungsgetriebe zuständig. Es ist wahlweise auch im Handverfahren zu betreiben.

          Später kommt wahlweise zudem das neue Fünfgangschaltgetriebe zum Einsatz, ob es von Vorteil ist, muss sich erst noch erweisen. Im Gegensatz zum Coupé werden nur die beiden stärkeren Dreizylinder für das Cabrio zur Wahl stehen, den Offenfahrern trauen die Smart-Manager eine größere Liebe zum etwas stürmischeren Vorwärtsdrang zu.

          Die Technik des Cabrios entspricht beinahe der des Coupés. Bilderstrecke

          Dafür stehen aus den Bemühungen der schwächeren Maschine mit 999 Kubikzentimeter Hubraum ohne Turbolader 71 PS (52 kW) bereit, sie bringen das im Vergleich zum Coupé etwa 40 Kilogramm schwerere Cabrio laut Datenblatt in 15,5 Sekunden auf 100 km/h und sind gut für eine Spitze von 151 km/h. Der stärkere, aber kleinere Motor weist 898 Kubikzentimeter Hubraum auf, er wird durch einen Turbolader auf 90 PS (66 kW) gebracht. Dann verstreichen 11,7 Sekunden bis 100 km/h, und die Höchstgeschwindigkeit liegt nach Herstellerangaben bei 155 km/h. Die normierten Verbrauchswerte liegen für die schwächere Maschine bei 4,3 und für die stärkere bei 4,2 Liter Superbenzin.

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