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Skoda Octavia RS und Scout : Der behutsam geplante Erfolg

  • -Aktualisiert am

Das starke Herz: Im Škoda Octavia RS pocht die Gran-Turismo-Kraft Bild: Hersteller

Der tschechische Autobauer Skoda hat sich innerhalb weniger Jahre im Kreis der europäischen Marken etabliert. Zug um Zug wurde die Modellfamilie erweitert und dazu gehören auch die jetzt vorgestellten Skoda Octavia RS und Scout.

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          Der Erfolg hat viele Väter. Doch in diesem Fall gibt es in der Welt des Autos für den Aufstieg einer Marke ebenso einfache wie einleuchtende Begründungen: „Skoda ist behutsam und glaubwürdig aufgebaut worden“, sagt Nikolaus Reichert, Leiter Unternehmenskommunikation von Skoda.

          Der seit 1991 zum VW-Konzern gehörende Autobauer aus der Tschechischen Republik hat sich innerhalb weniger Jahre im Kreis der europäischen Marken etabliert und in dieser Zeit seine Modellfamilie Zug um Zug erweitert. Dazu gehören auch die jetzt vorgestellten Skoda Octavia RS und Octavia Scout. Sie sind in der vor wenigen Wochen überarbeiteten Octavia-Baureihe die Versionen für besondere Momente: Der RS kommt mit hoher Leistung (unter seiner Haube arbeitet die Maschine aus dem VW Golf GTI) und in einem betont sportlichen Trainingsanzug. Der Scout ist mit Technik und Design-Applikationen auf jene Tätigkeit vorbereitet, die sein Name signalisiert. Immer auf der Suche nach jenen Wegen im automobilen Alltag, denen nicht alle folgen.

          Ein recht unternehmungslustiges Drehmoment

          Für den RS gibt es zwei Karosserieformen, die vier Türen und eine Heckklappe bieten. Kombi und Schräghecklimousine fahren auf der modifizierten Plattform des Golf. Je ein Otto- und ein Dieselmotor, beides Vierzylinder mit direkter Kraftstoffeinspritzung und serienmäßigem Sechsganggetriebe, stehen für den Vortrieb bereit.

          Der RS kommt mit hoher Leistung und in einem betont sportlichen Trainingsanzug

          Der RS 2.0 TFSI kostet als Limousine 28.090 Euro, der 2.0 TDI CR DPF kommt auf 28.990 Euro. 1900 Euro Aufpreis sind für das Sechsgang-DSG-Getriebe fällig. Für den RS Combi sind weitere 1140 Euro erforderlich. Der Octavia Scout kommt mit Allradantrieb und ausschließlich im Kombikleid und kostet als 1.8 TSI 4×4 28.090, als 2.0 TDI DPF 29.490 Euro.

          Die Dieselmotoren von RS und Scout gehören alle der Common-Rail-Fraktion an, die mit 1,9 oder zwei Liter Hubraum arbeitenden Pumpe-Düse-Selbstzünder werden auch bei Skoda allmählich aus dem Programm genommen. Der Diesel im RS hält 125 kW (170 PS) und ein recht unternehmungslustiges Drehmoment von 350 Nm über 1750 bis 2500/min bereit. Der Normverbrauch von 5,7 Liter auf 100 Kilometer weist ihn als sparsam aus, und bei einer Höchstgeschwindigkeit von etwa 225 km/h kann man auf zügige Fortbewegung bei moderatem Verbrauch hoffen.

          Alle neuen Octavia erfüllen die Vorschriften der Euro-5-Norm

          Eine höhere Nennleistung hält der Otto-Turbo bereit: 280 Nm gibt es über eine Drehzahlhochebene von 1700 bis 5000/min, und die Maximalleistung von 147 kW (200 PS) bewegt den Octavia RS (Normverbrauch 7,5 Liter) aus dem Stand in 7,2 Sekunden auf 100 km/h und ermöglicht 242 km/h: Kein Serien-Skoda war bisher schneller.

          Alle neuen Octavia erfüllen die Vorschriften der Euro-5-Norm und unterscheiden sich je nach Version mehr oder weniger von den restlichen Versionen, die unverändert offeriert werden. Das Fahrwerk des RS wurde auf die höhere Leistung eingeschworen, und man sieht, dass man es 13 Millimeter tiefer gelegt hat. Wie im Golf GTI wird die Motorleistung nur auf die Vorderräder übertragen, auch der RS kommt bei einer gewissen Menge an Rücksichtnahme beim Fahrer gut klar damit. Allradantrieb mit Haldex-Kupplung, die bis zu 85 Prozent des Drehmoments auf ein einziges Rad übertragen kann, zeichnet den deftiger eingekleideten Octavia Scout aus. Beide neuen Octavia-Versionen werden den Erfolg von Skoda nicht mindern.

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