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Probefahrt Škoda Fabia : Von wegen Kleinwagen

  • -Aktualisiert am

Neuer Fabia: in diesem Ambiente der ideale Zweitwagen Bild: Göres

Mitte September kommt die vierte Generation des Škoda Fabia auf den Markt. Der auf dem VW Polo basierende Kleinwagen ist nun alles andere als klein.

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          Viel Platz und ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bot der Škoda Fabia schon immer, dabei blieb der tschechische Kleinwagen als Ableger des VW Polo stets auffällig unauffällig. Die Abmessungen und das Raumangebot der neuen, vierten Generation entsprechen beinahe der Kompaktklasse, dazu wird der Neue auf Wunsch richtig edel. Um elf Zentimeter auf eine Länge von 4,11 Meter gestreckt, überragt er Cousin Polo um vier Zentimeter. Der Radstand wuchs um knapp zehn Zentimeter auf 2,56 Meter, das bedeutet mehr Platz für die Hinterbänkler. Und fürs Gepäck, denn mit dem um 50 auf 380 Liter erweiterten Kofferraum schluckt Škodas Einstiegsmodell jetzt nicht nur mehr als die gesamte Konkurrenz, sondern sogar genauso viel wie der deutlich größere und teurere VW Golf. Mit umgeklappten Rücksitzlehnen sind es maximal 1190 Liter, ganz eben wird die Ladefläche allerdings nicht.

          Im frischer wirkenden, aufgeräumten Innenraum erinnert kaum mehr etwas an den Vorgänger. Auf Wunsch gibt es Digitalinstrumente und einen bis 9,2 Zoll großen, frei stehenden Infotainmentbildschirm. Serienmäßig misst er 6,5 Zoll. Freilich gibt es den in dieser Klasse üblichen harten Kunststoff, aber billig wirkt das im unteren Teil mit Stoff bespannte Armaturenbrett mit den großen Lüftungsdüsen keineswegs. Die Bedienung gibt keinerlei Rätsel auf, das Klima lässt sich mit konventionellen Drehreglern steuern, und eine klassische Handbremse gibt es auch noch.

          Mit dem modularen Querbaukasten MQB-A0 des VW-Konzerns ziehen zahlreiche neue Assistenz- und Komfortsysteme in den Fabia ein. Neben dem serienmäßigen Spurhalteassistenten sind gegen Aufpreis eine Rückfahrkamera oder ein Parklenkassistent verfügbar. Der optionale Travel Assist ermöglicht auch teilautonomes Fahren. Mit Ambientebeleuchtung, Heizung für Lenkrad und Frontscheibe oder Zweizonen-Klima kann der Fabia weiter aufgewertet werden.

          Der Fabia ist erwachsener und noch einmal geräumiger geworden. Bilderstrecke
          Probefahrt : Škoda Fabia

          Konventionell bleibt das Motorenangebot mit fünf Benzinern, die sich mit 4,5 bis 4,7 Liter Super je 100 Kilometer zurückhaltend beim Verbrauch geben sollen. Dieselmotoren hatte Škoda im Fabia aufgrund zu geringer Nachfrage ohnehin schon ausgemustert. Aber auch auf Elektrifizierung wird verzichtet, zu teuer, heißt es. Zum Marktstart am 18. September stehen zunächst drei Einliter-Dreizylinder zur Wahl, die Preise beginnen bei 16.290 Euro für die 80-PS-Version. Sie muss ebenso wie der von Ende des Jahres an bestellbare 66 PS starke Basisbenziner ohne Turbounterstützung auskommen. Der Einstiegs-Fabia ist mit 13.990 Euro etwas günstiger als der Vorgänger. Volumenmodell wird den Škoda-Strategen zufolge der 95-PS-TSI für 17.590 Euro.

          Wie erste Probefahrten zeigten, agiert der ziemlich rau klingende Dreizylinder ausreichend spritzig und lässt den frontgetriebenen Viertürer in 10,6 Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h sprinten. Maximal sind sogar 195 km/h möglich. Eine Sechsgangschaltung wird aber erst in Kombination mit dem 110 PS starken TSI für 19 890 Euro geboten, 7-Gang-DSG gibt es gegen 1500 Euro Aufpreis. Sportliche Ambitionen soll der 1,5-Liter-Vierzylinder-TSI mit 150 PS und DSG befriedigen, der Anfang 2022 debütiert. Preis und Verbrauchswerte stehen hier noch nicht fest.

          Keine Frage, der Fabia ist erwachsener und noch einmal geräumiger geworden, das komfortable Fahrwerk bietet guten Langstreckenkomfort, der Preis stimmt auch. Fehlt nur noch ein schicker Kombi. In den nächsten Wochen wird entschieden, ob es wieder einen praktischen Lastesel geben wird oder nicht. Die Zeichen dafür stehen eher schlecht.

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