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Sirius 35 DS : Das große Laden

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Kein Problem mit schlechtem Wetter: die Sirius 35 DS und ihr gemütlicher Deckssalon Bild: Claus Reissig

Nach Meinung der Sirius-Werft genügen relativ kleine Boote für die große Reise. Mit der neuen Sirius 35 DS zeigt sie, was sie unter perfekter Raumausnutzung versteht. Es gibt wohl kein Schiff in dieser Größe, das sich so schön überladen lässt.

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          Wer weit weg will, braucht viel Stauraum, das ist eine alte Regel des Fahrtensegelns. Ein großes Boot ist hilfreich – aber auch unhandlich, vor allem, wenn sich lediglich zwei Personen die Arbeit teilen. Kaum eine Werft hat sich der Lösung genau dieses Problems derart verschrieben wie Sirius aus Plön nahe der Ostsee. Bei den recht unscheinbaren Deckssalonyachten sind perfekte Raumausnutzung und Detaillösungen das A und O.

          Das braucht Zeit: Sirius hat Entwicklungszyklen, in denen Kaufinteressenten von Großserienwerften schon wieder vergessen würden, warum sie eigentlich gekommen waren. Die Großen werfen neue Modelle im Jahrestakt auf den Markt, bei Sirius dauert es mit den Veränderungen. Immer gilt das gleiche Konzept: Kunststoffrumpf mit Holzaufbau – mit allen Vor- und Nachteilen.

          Vor einiger Zeit war in Plön nun ein Design- und Konstruktionswettbewerb in Gang gesetzt worden, der manchem Autohersteller zur Ehre gereicht hätte. Die Kunden wurden um ihre Meinung gefragt, mehrere Konstrukteure durften ihre Ideen abliefern wie Architekten bei der Ausschreibung für ein neues Fußballstadion. Es galt, ein neues Modell zu entwickeln, eines, das nicht möglichst schnell möglichst viel Geld einspielt, sondern dessen Design auch nach Jahren noch nicht unmodern wirken sollte. Für die Sirius 35 DS setzte sich der ebenfalls aus Norddeutschland stammende Marc-Oliver von Ahlen mit gleich drei Deckssalon-Entwürfen durch. Und da man in Plön alle drei für würdig empfand und den Kunden keines vorenthalten wollte, wurden sie kurzerhand alle ins Programm übernommen. Die Classic-Line mit geöltem Mahagoni-Deckshaus, die von uns gesegelte Elegance-Line und die aufpreispflichtige Dynamic-Line.

          Wer weit weg will, braucht viel Stauraum, das ist eine alte Regel des Fahrtensegelns

          Eine Sache des richtigen Boots

          Um die Gepflogenheiten der Werft zu verstehen und schätzen zu lernen, ist ungemütliches Wetter hilfreich. Die Ostsee ist das Hausrevier von Sirius – und sie kann ein ungemütlicher Ort sein. Sirius-Eigner segeln bis nach Schweden, Norwegen oder Dänemark. Denen ist das Wetter egal, alles eine Sache der richtigen Kleidung, wie man im Norden sagt, oder, wie im Falle von Sirius, eine des richtigen Boots. Denn ist das Wetter unfreundlich, helfen schiere Bootsgröße und ein großes Cockpit nicht weiter, viel dagegen ein Deckshaus, ein Innensteuerstand und eine gute Heizung.

          Deshalb wurde die neue Sirius gerade einmal 35 Fuß lang, angepasst an die übliche Sirius-Crewstärke von zwei Personen. Wie alle anderen Modelle gibt es sie außer in der von uns gesegelten Zweikabinen-Variante auch in der Ausführung „For 2“ mit nur einer Doppelkoje im Vorschiff. Das passt, wenn man gern unter sich ist und lange Reisen unternehmen möchte. Dann ist Stauraum wichtiger als ein zusätzliches leeres Bett.

          Schutzraum, Esszimmer und Foyer in einem

          Aber gerade der Zwei-Kabinen-Typ zeigt, was man aus einem lediglich 10,60 Meter langen Boot machen kann, wenn man auf eine konsequente Platznutzung und nicht auf möglichst große freie Flächen hinarbeitet. Außer der gut nutzbaren Gästekabine im Vorschiff entstand unter dem angehobenen Salonboden eine recht großzügige Eignerkabine. Durch die in den Rumpf eingelassene Fensterreihe lassen sich aufziehende Regenfronten genauso eindrucksvoll beobachten wie wolkenfreie Sonnenaufgänge.

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