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Siemens E-Aircraft : Flieger unter Strom

  • -Aktualisiert am

Magnus’ E-Fusion-Flugzeug während eines Probeflugs in Ungarn. Bild: dpa

In Propellermaschinen erprobt Siemens E-Aircraft seine Elektro-Flugmotoren. Nach einem Unfall, dessen Ursache mittlerweile bekannt ist, fliegen die Prototypen nun wieder.

          5 Min.

          Die Revolution der Antriebstechnik kommt in der Aviatik zunächst völlig unspektakulär daher. Ein zweisitziges Propellerflugzeug in Tiefdeckerkonfiguration steht hier am nordbayerischen Flugplatz Bad Neustadt in der Sonne. Auf den ersten Blick sieht es ganz normal aus. Das Einsteigen über die Tragfläche auf den rechten Sitz geschieht ebenfalls wie hundert Mal zuvor. Hinsetzen, anschnallen, alles wie gehabt. Routinemäßig sucht der Blick des Kopiloten eine Spritanzeige. Denn genug Benzin im Tank ist normalerweise die Lebensversicherung beim Fliegen. Erster Aha-Effekt: Gibt’s hier nicht.

          Sonst ist alles wie üblich, ein Display zeigt die wichtigsten Infos wie Fahrt, Fluglage, Höhe, Steigen und Sinken für den Piloten an. Allerdings gibt es einen zweiten Monitor, auf dem ungewöhnliche Angaben wie Power, Batterie- und Motortemperatur zu finden sind. Genug gewundert, jetzt soll es losgehen. Also Zündung ein. Stopp, auch die gibt’s nicht. Stattdessen einfach den Motor anmachen – ein Elektromotor braucht schließlich keinen Anlasser. Instinktiv geht der Blick bei laufendem Triebwerk wieder zum Panel, ob sofort Öldruck vorhanden ist. Auch der existiert nicht und deshalb auch keine Anzeige dafür. Der flüssigkeitsgekühlte Elektromotor ist viel leiser als ein Verbrenner. Von Stille kann man aber dennoch nicht reden. Denn der Propeller macht einen Großteil des Geräuschs beim Fliegen aus. Aber es ist deutlich weniger laut als gewohnt.

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