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Seat Leon mit 150-PS-Diesel : Der Löwe hat kaum Durst

Seat Leon: die Version mit Diesel Bild: Hersteller

Nach dem Seat Leon mit Benzinmotor nun mit dem Diesel unterwegs: Der Motor genehmigte sich auf Sparfahrt nur 4,4 Liter, im Durchschnitt waren es 5,1. Fahrend zeigt dieser Leon das ganze Können des VW-Konzerns in der Kompaktklasse.

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          Ende vergangenen Monats haben wir hier den Fahrbericht über den neuen Seat Leon mit Benzinmotor gezeigt, jetzt schon können wir unsere Eindrücke über die Version mit Diesel schildern. Sie befeuert die Frage neu, warum diese Antriebsart ins Hintertreffen geraten ist. Und wer sich vollends Entscheidungsqualen hingeben will, wartet noch ein wenig, bis zum Jahresende wird Seat den Leon mit Plug-in-Hybridantrieb nachliefern.

          Holger  Appel

          Redakteur in der Wirtschaft, zuständig für „Technik und Motor“.

          Der Diesel ist technisch ein Klassiker, es gibt ihn in zwei Leistungsstufen mit schönen 115 oder schöneren 150 PS, wir fuhren die kräftigere. 2 Liter Hubraum, 340 satte Nm zwischen 1750 und 3000/min, DSG-Doppelkupplungsautomat, 218 km/h Spitze, nach WLTP-Norm 4,6 Liter Verbrauch. Die Maschine macht sich in einer Karosserie ans Werk, die genetisch ein VW Golf ist, aber schärfer und länger ausfallen durfte, weshalb sich zum Sexappeal üppige Platzverhältnisse gesellen, vor allem auf der Rückbank.

          Mit 4,37 Meter überragt der stets viertürige Spanier seinen Vorgänger, aber auch den Golf, um knapp neun Zentimeter, was in engen Parklücken freilich für Erstaunen und Kurbeln am Lenkrad sorgt. Im 380 Liter großen Kofferraum muss Gepäck zunächst auf 73 Zentimeter über dem Boden und dann 25 Zentimeter nach unten gewuchtet werden, das ließe sich wohl rückenfreundlicher gestalten. Nicht gefallen hat uns zudem die berührungsempfindliche Leiste zur Verstellung des Radios, die nachts auch noch unbeleuchtet ist. Und das, obwohl Seat ansonsten an Heck und Armaturenbrett mit lässigen Lichteffekten punktet. Die Verarbeitung macht einen soliden Eindruck, die Türen fallen satt ins Schloss, wir würden uns aber hochwertiger angerichtete Kunststoffe wünschen, das Auto ist mit mindestens 30.700 Euro schließlich kein Billigangebot.

          Mit 4,37 Meter überragt der stets viertürige Spanier seinen Vorgänger. Bilderstrecke
          Als Diesel : Seat Leon

          Fahrend zeigt dieser Leon das ganze Können des VW-Konzerns in der Kompaktklasse. Das Fahrwerk souverän und sicher, die Lenkung präzise, Kraftentfaltung und Durchzug bestens, bequeme Sitze, vorzüglich. Der Motor genehmigte sich auf Sparfahrt nur 4,4 Liter, im Durchschnitt waren es 5,1. Das sind 1,2 Liter weniger als der fein laufende, gleich starke eTSI-Benziner mit elektrischer Beihilfe. Was nun? Der Leon ist so oder so eine gute Wahl.

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