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Seat Altea und Leon : Das Facelift hat ihm gut getan

  • -Aktualisiert am

Spanische Alternative: Der Seat Leon wurde deutlich nachgeschärft Bild: Hersteller

Optisch aufgefrischt und das Motorenangebot erweitert: Mit neuem Kühlergrill, kleinerem Seat-Logo und geänderten Scheinwerfern stehen mit dem Altea und dem Leon die spanischen Alternativen zur VW-Golf-Familie von Ende April an beim Händler.

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          Nach fünfjähriger Laufzeit hat Seat die Kompaktmodelle León und Altea optisch aufgefrischt, deren Ausstattungen angeglichen und das Motorenangebot erweitert. Mit neuem Kühlergrill, kleinerem Seat-Logo und geänderten Scheinwerfern steht die spanische Alternative zur VW-Golf-Familie von Ende April an beim Händler.

          Der sportlich positionierte León wird in der Basisversion mit 14.990 Euro um 1000 Euro günstiger als bisher. Die Hochdachvariante Altea kostet mindestens 15.290 Euro, der Aufpreis für den um knapp 20 Zentimeter längeren XL mit größerem Gepäckabteil beträgt 700 Euro. Äußerlich unverändert bleibt die auf dem XL basierende front- oder allradgetriebene Version Altea Freetrack (Basispreis 27.390 Euro).

          Weniger steife Stabilisatoren und weichere Federn sorgen für mehr Fahrkomfort

          Während die Änderungen am Blechkleid marginal ausfielen, erfuhren Leon und Altea innen eine umfassende Überarbeitung. Die vormals recht triste Plastiklandschaft wich einem moderner wirkenden Interieur; die – oft kritisierte – Qualitätsanmutung der Materialien wurde verbessert. Zu neuen Paketen geschnürte Ausstattungsdetails bieten jetzt mehr Wahlmöglichkeiten. So ist das Navigationssystem in Verbindung mit Bi-Xenon-Scheinwerfern, Regensensor und Einparkhilfe vorn und hinten für vergleichsweise günstige 1600 Euro Aufpreis zu haben.

          Der sportlich positionierte León wird in der Basisversion mit 14.990 Euro um 1000 Euro günstiger als bisher

          Auch am Fahrwerk, das bislang von vielen Kunden als zu straff empfunden wurde, haben die Seat-Ingenieure gearbeitet. Für mehr Fahrkomfort sorgen jetzt weniger steife Stabilisatoren und weichere Federn. Nach wie vor lassen die Kompaktmodelle aber an Agilität nichts vermissen. Das gilt besonders für den 25.690 Euro teuren León FR mit dem neuen Zweiliter-Turbo-Benziner mit 155 kW (211 PS) und einem maximalen Drehmoment von 280 Newtonmeter, der die sportliche Speerspitze des Viertürers bildet, bis im Spätsommer der 177 kW (240 PS) starke Cupra antritt. Die Leistung des Zweiliter-TSI im FR wurde um 8 kW (11 PS) erhöht, der durchschnittliche Verbrauch je 100 Kilometer hingegen um 0,6 auf 7,3 Liter Super gesenkt. Der Motor ist mit manueller Sechsgangschaltung oder gegen 600 Euro Aufpreis mit Sechsgang-Direktschaltgetriebe (DSG) kombiniert.

          Deutlich mehr Laufruhe bei niedrigerem Geräuschniveau

          Neu ist auch der auf Common-Rail-Technik umgestellte Zweiliter-Diesel mit 125 kW (170 PS), der sowohl im León FR (ab 26 690 Euro) als auch im Altea (ab 24 490 Euro) für deutlich mehr Laufruhe bei niedrigerem Geräuschniveau sorgt; hier konnte der durchschnittliche Verbrauch um 0,7 auf 5,3 Liter Diesel (Altea 5,6 Liter) gesenkt werden.

          Die übrigen Selbstzünder (1,9- und Zweiliter-TDI) mit einem Leistungsspektrum von 66 bis 103 kW (90 bis 140 PS) arbeiten noch mit der rauheren Pumpe-Düse-Einspritztechnik. Bei den Benzinern bleiben der 1.4 mit 63 kW (85 PS), der 1.6 mit 75 kW (102 PS), der 1.4 TSI mit 92 kW (125 PS) und der 1.8 TSI mit 118 kW (160 PS) im Programm, der Spitzenmotor kann jetzt auch mit einem Siebengang-DSG geordert werden.

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