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50 Jahre ADAC-Luftrettung : Schweben für das Leben

  • -Aktualisiert am

Wirbelt nicht nur Staub auf: Außenlandungen sind oftmals eine diffizile Angelegenheit. Die Piloten brauchen viel Erfahrung. Bild: ADAC Luftrettung/Ann-Iren Ossenbrink

Im November 1970 setzte der ADAC in München seinen ersten Helikopter zur Luftrettung ein. 50 Jahre später umfasst die Flotte 50 Hubschrauber – und leistet einen wichtigen Teil des Rettungsdienstsystems in Deutschland.

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          Welch eine Entwicklung: Im November 1970 startete ein Helikopter des Typs BO 105 mit dem Rufnamen Christoph 1 nahe dem Krankenhaus in München-Harlaching von der ersten Luftrettungsstation des ADAC zu seinen Einsätzen. Zuvor war knapp zwei Jahre experimentiert worden, wie sich derartige Rettungsflüge mit Notarzt am besten absolvieren lassen. Ein halbes Jahrhundert später sind die Dimensionen gewaltig gewachsen: Die gemeinnützige ADAC Luftrettung gGmbH, seit 2017 ein Tochterunternehmen der ADAC Stiftung, betreibt in Deutschland heute 37 Luftrettungsstationen. Insgesamt gibt es hierzulande etwa 80 Luftrettungsstandorte.

          Quasi mit jedem Jahr kam seit 1970 bei der ADAC Luftrettung, die einen wichtigen Teil des öffentlich-rechtlichen Rettungsdienstsystems in Deutschland übernimmt, ein weiterer Helikopter dazu. Denn heute gehören 50 Hubschrauber zur Flotte. Damit ist das Münchner Unternehmen einer der größten Betreiber dieser Art in Europa. Die Zahl der ADAC-Helikopter ist allerdings deutlich höher als die Zahl der von ihm betriebenen 37 Luftrettungsstationen. Das liegt daran, dass alle technisch komplexen Drehflügler in regelmäßigen Abständen zur Wartung müssen. Auch einzelne Komponenten wie Rotorblätter, Getriebe oder die beiden Turbinen müssen in exakt definierten Stundenintervallen kontrolliert, gewartet oder überholt werden. Um keinen Ausfall an einem Standort zu haben, gibt es deshalb knapp ein Drittel mehr Helikopter als ADAC-Luftrettungsstationen.

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