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Erste Fahrt im Defender V8 : Schwarz wie die Acht

Millimeterarbeit: Wo ein Defender ist, ist auch ein Weg. Meistens. Bild: Holger Appel

Land Rover schiebt den fulminanten V8 nach, der uns auf einer ersten Proberunde einige Freude bereitet hat. 5 Liter Hubraum und 525 PS verfehlen ihre wohlige Wirkung nicht. Oder soll es lieber der Plug-in-Hybrid sein?

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          Der jahrzehntelang gebaute Land Rover Defender war und ist ein Liebhaberobjekt. Er hatte außer seinen sympathischen Macken nur zwei Probleme: die Zulassungsbehörden und Kunden in Nordamerika. Die einen wollten ihn nicht mehr auf die Straße lassen, die anderen konnten noch nie einen regulär kaufen. Beides ist mit dem neuen Modell anders geworden, und schon nach einem Jahr sind die Vereinigten Staaten zum größten Absatzmarkt geworden. Deutschland reiht sich weiter hinten ein, immerhin rund 3000 Stück haben hierzulande einen Besitzer gefunden. Der Neue bleibt also auch ein Nischenmodell, was die Fans begrüßen dürften. Für sie wird die Auswahl nun noch größer.

          Holger Appel
          Redakteur in der Wirtschaft, zuständig für „Technik und Motor“.

          Land Rover schiebt den fulminanten V8 nach, der uns auf einer ersten Proberunde einige Freude bereitet hat. Die Maschine stellt ihre Kraft nicht so fitnessstudiogestählt wie ein AMG zur Schau, sie legt ihre Souveränität fast schüchtern an den Tag. Dabei mangelt es an wenig. Achtzylinder mit Kompressor, 5 Liter Hubraum, 525 PS und 625 Nm Drehmoment verfehlen ihre wohlige Wirkung nicht. Es ist mit erhöhtem Kraftstoffkonsum zu rechnen, selbst wenn der Defender nicht von 0 auf 100 km/h in 5,2 Sekunden und an die Spitze von 240 km/h getrieben wird. Das bis in die Dachspitzen reichende vollschwarze Outfit des Testwagens gefällt uns ausgezeichnet, es dürfte eher auf dem Boulevard denn auf der Safari getragen werden.

          Achtdemonstration: V8
          Achtdemonstration: V8 : Bild: Land Rover

          Wer zeitgeistiger sein möchte, greift stattdessen zum Plug-in-Hybrid, der sich, an der Steckdose zu Vitamin E gekommen, 43 Kilometer weit elektrisch anschleicht. Wir sind damit allein unter Strom eine blutdruckerhöhende Rampe hochgefahren, die kaum zu Fuß zu erklimmen war. Die Elektromaschine erlaubt feinfühlige Dosierung am Gaspedal, falls mal wieder ein Rad über den Abgrund ragt. Freilich muss man sich hier mit einem 2,0-Liter-Vierzylinderbenziner begnügen, der es im Verbund auf 404 System-PS bringt. Das P 400e genannte Modell gibt es nur in der Langversion 110. Für alle, die auf Durchzug und Sparsamkeit Wert legen, ist weiterhin ein Diesel erste Wahl, der feiste 3-Liter-Sechszylinder passt perfekt zum Defender und zeigt vorzügliche Manieren.

          Das Leistungsspektrum umgreift jetzt also 200 bis 525 PS. Die Preisliste reicht von 53.000 bis 127.000 Euro für den frischen V8.

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