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Reisemobile : Wenn zwei das gleiche tun, ist es nicht dasselbe

  • -Aktualisiert am

Adria 3 Way Space Bild:

Der Adria 3Way Space und Weinsberg X-Cursion sind zwei Freizeitmobile auf Basis des Renault Trafic. Auf den ersten Blick fast gleich, unterscheiden sie sich doch im Detail.

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          Bei den Transportern, die sich für die Freizeit ausbauen lassen, macht sich derzeit der Renault Trafic mächtig breit. Der ungewöhnlich gestylte Kasten, der mit günstigem Basispreis winkt, hat bereits eine ganze Reihe von Ausbauern animiert, und die rangieren ein gutes Stück unterhalb der Preissphären, in die ein VW California oder ein Mercedes-Benz Marco Polo mittlerweile entschwebt ist.

          Als Beispiele für ausgebaute Trafics haben wir uns den Adria 3Way Space und den Weinsberg X-Cursion genauer angesehen: praktische, tiefgaragentaugliche Alltagsgefährten mit Kurzurlaubsqualitäten. Ihre Preise sind fast identisch: 34290 (Adria) und 34390 Euro (Weinsberg), berechnet mit 2,5-Liter-Turbodiesel und Klappdach. Im Endpreis wurde der Unterschied deutlicher. Unser 3Way wurde zum Beispiel vom 1,9-Liter-TD angetrieben, was zu einer Ersparnis von 1300 Euro führt, und er bringt als Space das Dachbett serienmäßig mit, das im Weinsberg 690 Euro zusätzlich kostet. Für diesen werden auch verschiedene Zusatzpakete zu besonders günstigen Preisen geschnürt. Da hilft nur sorgfältiges Vergleichen.

          Küche, Bank und Schlafgelegenheit

          Beide Probanden haben auf der linken Seite eine schmale Küchenzeile, im Anschluß daran Schrankraum sowie eine verschiebbare Bank, aus der ein Bett werden kann. Sie nutzen das renaulteigene Patent, daß beim Umbau die Rückseiten von Sitz und Lehne mit einer weichen Auflage nach oben kommen, so daß man nicht auf den konturierten, harten Sitzpolstern schläft. An der Bank kann bereits die Vorentscheidung fallen: Der Adria bietet dort nämlich als einziger Anbieter weit und breit drei Plätze, komplett mit Dreipunktgurt und Kopfstütze, der Weinsberg zwei.

          Weinsberg X-Cursion

          Die 1,15 Meter breite Pantry im Adria hat wie die Schränke eine matthellblaue Oberfläche. Zwischen Zweiflammenherd rechts und Spüle (beides aus Edelstahl) ist noch ein Fach zum Hochklappen, in das ein flaches Körbchen paßt. Darunter steckt unter einer Abdeckung eine 5-Kilo-Gasflasche, um die herum man Sachen verstauen kann, die man nicht allzu häufig braucht. Rechts sitzt unter einer Schublade ein Kompressorkühlschrank (40 Liter), an den man nicht mehr herankommt, wenn das Bett gebaut ist. Da unter der Spüle der Frischwassertank seinen Platz hat und die Küche zugunsten der Bank an Tiefe einbüßte, ist ihr Stauvolumen knapp. Im Heck nehmen zwei Rollschränke Kleidung oder Vorräte auf. Der dritte Platz kostet außerdem die sonst übliche Schublade unter der Bank, weil für die Gurtbefestigung allerlei zusätzliches Stahlgerüst dort installiert werden mußte. Dazwischen kann man freilich loses Zeug verstauen. Etwas unpraktisch ist, daß der Tisch unterwegs in der Bettauflage im Heck seinen Platz hat, von wo man ihn mühsam nach vorn schaffen muß.

          Dieses Problem ist im Weinsberg sehr originell und elegant gelöst: Die Tür des Unterschranks wird zum Tisch, indem man sie hochschwenkt und mit drei Handgriffen zum Herausklappen des Fußes auf dem Boden abstützt. Auf diese Idee ist bisher noch keiner gekommen. In seiner Schiene oben am Küchenblock läßt sich der Tisch leicht verschieben, zu leicht, es fehlt eine Arretierung, weil er sich schon auf kleinsten Druck bewegt. In der 1,42 Meter breiten Küche (Zweiflammenkocher und Spüle) ist mehr Platz als im Adria, links wird Raum für eine (760 Euro teure) Kühlbox vorgehalten, die nach oben öffnet und immer zugänglich ist. Dafür ist der 70 Zentimeter breite "Kleiderschrank" höchstens ein Fach, er muß in seinem Untergeschoß noch den Frischwassertank aufnehmen. Aber in einem Dachfach quer im Heck sowie in der Schublade der Bank ist noch Stauraum. Die Möbel mit ihrem hellen Holz mit Alu-Applikationen wirken eleganter als im Adria, die Polster sind die gleichen.

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