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Radio-Navigationssystem : Radio, CD und Routenführung in der Mittelkonsole

Mehr als nur ein Kopilot: Navigation plus Radio von Blaupunkt Bild:

Warum nicht gleich mit Navigation? Wenn ohnehin ein neues Autoradio auf der Wunschliste steht, sollte man durchaus an ein Kombigerät denken. Für den genormten DIN-Schacht gibt es eine ganze Reihe spannender Modelle, die weit mehr als nur Radio bieten.

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          Warum nicht gleich mit Navigation? Wenn ohnehin ein neues Autoradio auf der Wunschliste steht, sollte man durchaus an ein Kombigerät denken. Für den genormten DIN-Schacht gibt es eine ganze Reihe spannender Modelle, die weit mehr als nur Radio bieten. Ein CD-Laufwerk sorgt für gute Musik von der Silberscheibe, und neuerdings ist ein eingebauter Navigationsgehilfe alles andere als unbezahlbarer Luxus. Nun hat Blaupunkt nach dem DX-R 70 einen zweiten Alleskönner im Programm: Beim DX-R 52 stecken Radio, CD und Routenführung in einem Gehäuse mit abnehmbarer Bedienfront. Schon vom Äußeren her zeigt sich Kontinuität zu anderen Radio-Navigationssystemen aus Hildesheim: Der Drehsteller mit dem blauen Punkt auf der linken Seite und die Vier-Wege-Tastatur rechts bilden eine hübsche Symmetrie, das Display liegt dazwischen.

          Michael Spehr
          Redakteur im Ressort „Technik und Motor“.

          Zunächst haben wir die Musikabteilung des DX-R 52 erprobt: Das Radio (für UKW, Mittel- und Langwelle) ist sehr trennscharf und überzeugt mit ordentlichen Empfangseigenschaften. RDS gehört mittlerweile bei jedem besseren Gerät dazu, aber Blaupunkt hat dem DX-R 52 noch zwei in dieser Preisklasse ungewöhnliche Ausstattungsdetails spendiert: die geschwindigkeitsabhängige Lautstärkeanhebung in neun Stufen und die Hicut-Funktion. Sie senkt bei schlechten Empfangsverhältnissen die Höhen und reduziert damit den Störpegel deutlich. Wenn man sich nicht navigieren läßt, taugt der Apparat mit einer Ausgangsleistung von 4x45 Watt als veritable HiFi-Anlage.

          Nur schade, daß der Musikgenuß endet, wenn die Routenführung beginnt. Der DX-R 52 benötigt die Landkarten-CD von Tele Atlas auch während der Fahrt. Andere Radio-Navigationssysteme schaufeln einmalig sämtliche geografischen Daten entlang der Route in ihren Arbeitsspeicher und geben das Laufwerk dann frei. Das ist unseres Erachtens die elegantere Lösung. Auch die Eingabe von Ort und Straße oder die Wahl eines Sonderziels ist mit dem DX-R 52 nicht wirklich gelungen. Das Display ist zwar hinreichend groß, löst aber nur schlecht auf. So sieht man vergleichsweise wenig Inhalt auf der Anzeigefläche. Hier hat Blaupunkt einiges verschenkt, zumal der Flüssigkristall-Monitor bei heller Sonneneinstrahlung schlecht ablesbar ist. Störend sind ferner der komplizierte Zugriff auf die zuletzt angefahrenen Ziele sowie die eigenwillige Nutzung der Tastatur als Zielspeicher: Es gibt vier Speicherebenen, und hinter den sechs Stationstasten verbirgt sich jeweils ein Eintrag. Das ist Umstandskrämerei, ebenso die fehlende Übernahme des aktuellen Ortsnamens bei der Eingabe.

          Während der Fahrt kommt dann wieder Begeisterung auf: Die optischen und akustischen Anweisungen entsprechen exakt den Befehlen des Blaupunkt-Routenführers DX-V, der in der 2100-Euro-Liga spielt und als vielgelobtes Navigationssystem der Oberklasse gilt. Nur die Landkartendarstellung fehlt, man muß sich also auf die Darstellung mit Pfeilen und Symbolen verlassen. Wir hatten im praktischen Einsatz damit keine Probleme. Selbst bei kompliziertem Straßenverlauf blieb der elektronische Kopilot ein zuverlässiger und souveräner Begleiter. Nötigenfalls führt er um den Stau herum, weil die TMC-Verkehrsmeldungen der Rundfunkanstalten bei der Routenplanung berücksichtigt werden. Alles in allem verdient der DX-R 52 trotz der kleinen Schwächen bei Bedienung und Display eine Kaufempfehlung. Das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt nämlich: Nur 900 Euro verlangt Blaupunkt für diesen Kombi. So günstig ist derzeit kaum ein anderes Radio-Navigationssystem.

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