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Opel Astra K : Eine Herzensangelegenheit

Die elfte Astra Generation kommt ab dem 10. Oktober auf den Markt: Der Rüsselsheimer ist 200 Kilogramm leichter als sein Vorgänger - liegt aber immer noch 50 Kilo über dem Golf. Bild: Hersteller

Erste Probefahrt im Opel Astra K: Das „Herz der Marke“ will mit neuen Motoren, neuem Licht und neuer Leichtigkeit verlorenes Terrain zurückgewinnen.

          Der Opel Astra und sein Vorgänger Kadett sind so etwas wie das Herz der Marke: Seit 1936 sind mehr als 24 Millionen Einheiten des kompakten Opel gebaut worden. Nun kommt die elfte Astra-Generation (K) seit 1962 am 10. Oktober auf den Markt. Sie will mit neuen Motoren, Leichtigkeit und etlichen weiteren Innovationen Terrain zurückgewinnen.

          Boris Schmidt

          Redakteur im Ressort „Technik und Motor“.

          „200 Kilogramm leichter“ frohlockt es aus Rüsselsheim, wobei wahrscheinlich der alte Astra einfach zu schwer war und der neue jetzt auf dem Stand der Technik ist. Ein VW Golf (mit Ein-Liter-Motor) wiegt mit 1136 Kilo immer noch rund 50 Kilo weniger als das Astra-Pendant. Allerdings ist der Opel mit 4,37 Meter zwölf Zentimeter länger als der Golf. 4370 Astra-Millimeter sind 50 weniger als bisher, das Platzangebot habe darunter aber nicht gelitten, wird versichert, im Gegenteil. Das Kofferraumvolumen beträgt jetzt 370 bis 1270 Liter, der Golf ist einen Hauch besser.

          Alle Motoren sind neu, die Leistungsspanne reicht zunächst von 95 bis 150 PS, die aus maximal 1,6 Liter Hubraum gewonnen werden. Ein Turbomotor (Benziner) mit 200 PS wird wie der 4,70 Meter lange Kombi im Frühjahr 2016 nachgereicht. Die preislich günstigste Kombination ergibt sich mit dem 1,4-Liter-Vierzylinder-Benziner mit 100 PS, der aber keinen Turbolader hat. 17.260 Euro sind exakt der gleiche Einstiegstarif wie bisher. Frischer und frecher ist der 105 PS starke Einliter-Dreizylinder-Turbo. Er ist 700 Euro teurer und kostet so viel wie der zweitürige Basis-Golf von VW, dessen Dreizylinder deutlich teurer ist.

          Der Einstiegspreis liegt bei 17.260 Euro. Dafür bekommt man einen 100 PS-starken 1,4-Liter-Vierzylinder-Benziner. Abgesehen von der Basisversion stehen noch vier weitere Benzinmotoren und drei Diesel zur Auswahl. Bilderstrecke

          Die Basismotoren sind mit einem manuellen Fünfganggetriebe kombiniert, ab 125 PS gibt es sechs Gänge. Fünf Benziner sind im Angebot, die drei Diesel (alle mit 1,6 Liter Hubraum und 95, 110 oder 136 PS) haben generell sechs Schaltstufen. Basispreis hier: 20.260 Euro.

          Neben den manuellen Getrieben bietet Opel für den Ein-Liter-Motor eine 5-Gang-Easytronic (automatisiertes Schaltgetriebe, 700 Euro Aufschlag) und für den 150-PS-Benziner sowie den stärksten Diesel eine 6-Gang-Automatik an (1450 Euro extra). Der Normverbrauch für den 100-PS-Motor liegt bei 5,4 Liter. Der kleine Dreizylinder kann es freilich besser: Hier stehen 4,4 Liter auf dem Datenblatt. Die Diesel bieten Werte zwischen 3,5 und 3,9 Liter. In Vorbereitung sind Motorvarianten mit LPG und Erdgas, die große Tankklappe ist ein eindeutiges Indiz für einen Diesel mit Adblue-Abgasreinigung. Es ist Platz für einen zweiten Einfüllstutzen. Den wird er brauchen, denn das Service-Intervall ist jetzt für alle Motoren auf 30.000 Kilometer festgelegt worden. Gebaut wird der Astra in Gleiwitz in Polen und im englischen Elsmere Port.

          Innenraum gewinnt an Qualität

          Auf ersten Probefahrten bewies der Astra seine neuen Qualitäten, auch der Innenraum hat deutlich gewonnen. Die Sitze sind gut, das Raumgefühl ist prima, obwohl auch die Höhe um zwei Zentimeter gekappt wurde. Der 200-PS-Turbo, der ebenfalls schon zu fahren war, zieht mächtig und macht den Astra gut 230 km/h schnell. Besonders stolz ist Opel auf sein neues Matrix-Licht. Acht elektronisch steuerbare LED-Elemente je Scheinwerfer sorgen dafür, dass das Fernlicht den Lichtkegel der Verkehrssituation anpasst. Das führt zu einer wesentlich besseren Ausleuchtung der Straße, eine Nachtfahrt bestätigte dies. Das Matrix-Licht kostet jedoch 1150 Euro Aufpreis. Es ist nur für die Ausstattungslinien Dynamic und Innovation lieferbar. Daneben gibt es noch die Reihen Selection (Basis) und Edition.

          Auch dieser Opel hat (meist gegen Aufgeld) reichlich Assistenzsysteme und Ausstattungsmerkmale aus der Oberklasse, und mit Android Auto und Apple Car Play kommt das Internet ins Auto. Dazu gibt es „On Star“ (für 490 Euro, Serie ab Dynamic), ein Telematik-System mit automatischem Notruf und anderen Möglichkeiten.

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