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Probefahrt Fiat 500 : Stromstoß für ein langes Leben

Ganz der alte: Neuer Fiat 500 mit Hybrid-Motor Bild: Hersteller

Der Fiat 500 wird nach 13 Jahren zum Mild-Hybrid. Er kommt im März auf den Markt. Rein elektrisch fahren kann die kurze Kugel aber noch nicht.

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          Totgesagte leben länger. Den Gerüchten, der 500 müsse sterben, setzt Fiat eine Art Modelloffensive entgegen. Der Fiat 500 in seiner jetzigen Form bildet gemeinsam mit dem Fiat Panda nun eine doppelte Speerspitze der Elektrisierung, die das Unternehmen so lange vernachlässigt hat. Beide kommen noch im März. Und auf dem Genfer Autosalon steht dann ein rein elektrischer 500, der aber ein komplett neues Auto ist und auf einer anderen, neuen Plattform basiert.

          Boris Schmidt

          Redakteur im Ressort „Technik und Motor“.

          Der Marktstart hierfür ist für den Sommer geplant, gebaut wird der elektrische Cinquecento in Miafiori und nicht in Polen, wie der „alte“ 500, der in seiner aktuellen Form noch auf dem Markt bleibt. Ist die kleine, 3,57 Meter kurze Kugel doch ein wahres Phänomen: Seit dem Marktstart 2007 sind mehr als 2,2 Millionen Einheiten gebaut worden. Und das beste Verkaufsjahr mit 375.000 Stück war das vergangene, zwölf Jahre nach dem Start.

          Ein wenig wird das siegreiche Team jetzt aber verändert. Dieselmotoren gibt es schon seit einem Jahr nicht mehr, zum 1,2-Liter-Motor mit 69 PS und einer Version mit Gasantrieb gesellt sich der neue Mild-Hybrid-Motor, der aus einem Liter Hubraum 70 PS holt und ein maximales Drehmoment von 92 Newtonmeter bei 3500 Umdrehungen bietet. Das hört sich schmalbrüstig an, aber der Starter-Generator mit seinen 3,6 kW (5 PS) unterstützt beim Anfahren. Die nötige Energie dazu holt er aus einer kleinen Lithium-Ionen-Batterie unter dem Fahrersitz, die beim Verzögern und Bremsen Energie zurückgewinnen kann. Rein elektrisch fahren kann der 500 aber nicht.

          Auch die Seitenlinie ist unverändert. Bilderstrecke

          Dennoch spare die neue Technik rund 20 Prozent Superbenzin im Vergleich mit dem 1,2-Liter-Motor. Der Normverbrauch liegt bei 3,9 Liter, der CO2-Ausstoß bei 88 g/km. Erfüllt wird die Schadstoffnorm Euro 6d. Mit einem Basispreis für den hybriden 500 von 13.990 Euro ist der Neue exakt 500 Euro teurer als die günstigste Version mit dem alten 1,2-Liter-Motor. Es ist geplant, den Mild-Hybrid-Motor später auch im neuen 500 anzubieten, der trotz neuer Plattform eindeutig ein 500 bleibt, so viel lassen die Bilder von getarnten Fahrzeugen schon erkennen. Überarbeitet wurde auch das Sechsgang-Getriebe, und Fiat ist ganz stolz auf die neuen Vordersitze. Die sind nicht nur offenbar bequem, sondern zu 100 Prozent aus recyceltem Kunststoff.

          Diese Sitze hat auch der neue Panda, der auf der gleichen Plattform steht wie der 500. Auch er kommt jetzt mit dem neuen Mild-Hybrid-Motor, zu Preisen von 13.490 Euro an.

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