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Probefahrt Cupra Formentor : Cupra wer?

Seat in den Genen und Mallorca im Namen: Cupra Formentor Bild: Hersteller

Mit dem Formentor bricht die heißblütige Tochter von Seat in ein eigenes Dasein auf. Cupra ist jung, frisch und setzt auf emotionales Design. Mit 44.000 Euro beginnt das Abenteuer.

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          Das Cap Formentor ist eine schöne Ecke auf Mallorca und die Straße dorthin eine Freude, wenn sie nicht mit Touristen überfüllt ist. Knackige Kurven fordern das Fahrwerk, ein wacher Motor ist immer gut, es kann also kein Zufall sein, dass der erste Cupra den Namen Formentor trägt. Der erste wer? Bernhard Bauer redet gar nicht um den heißen Brei herum, Cupra kenne kein Mensch, sagt der Deutschland-Chef der spanischen VW-Tochtergesellschaft Seat, von der sich Cupra gerade loslöst, um ein wenig flügge zu werden. Denn Bauer glaubt auch „eine einzigartige Position in der Lücke, die zwischen Volumen- und Premiummarken klafft“, erkannt zu haben. In die will er fahren, mitsamt all jenen Besserverdienern, die sich nicht in den graumelierten Nobelmarken ihrer Eltern sehen lassen wollen.

          Holger  Appel

          Redakteur in der Wirtschaft, zuständig für „Technik und Motor“.

          Cupra ist jung, Cupra ist frisch, Cupra setzt auf emotionales Design. Cupra ist auch VW-Technik, insofern alles andere als exotisch, beim Werkstattaufenthalt dürfte das positiv aufs Portemonnaie wirken. Ob der VW-Konzern, der dabei ist, sein von gewisser Unübersichtlichkeit geprägtes Portfolio auszudünnen, und Marken wie Lamborghini, Ducati oder Bugatti ins Schaufenster stellt, nun noch ein neues südländisches Heißblut benötigt, ist zumindest fraglich.

          Unzweifelhaft fährt der Cupra Formentor so, wie man sich ein sportlich orientiertes Fahrzeug vorstellt: zupackend, freudvoll, ein bisschen unvernünftig, lässig.

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          Probefahrt : Seat Cupra Formentor

          Cupra stand bislang für quicklebendige Ableger von Seat. Nun wird Cupra halbwegs eigenständig, es folgen weitere Modelle, auch halb- und vollelektrische. Das geplante Batterieauto El Born soll unter der neuen Marke an den Markt kommen.

          Der klassisch befeuerte Formentor ist ein 4,45 Meter langes SUV-Coupé und zeigt mit aufsehenerregendem, aber nie zu lautem Design, was auf dem auch für VW Tiguan, Audi Q3 oder Seat Ateca verwendeten modularen Querbaukasten möglich ist. Zum Start tritt der 2,0-Liter-Vierzylinder mit 310 PS und 400 Nm an, die dank Doppelkupplung und Allradantrieb so sicher wie souverän für Vortrieb sorgen. Innerhalb von 4,9 Sekunden fällt die 100 km/h-Marke, 250 km/h markieren die Spitze. Sechs weitere Motorisierungen sollen folgen, unter anderem ein vernunftorientierter Diesel mit 150 PS. Ob der auch den sensationellen Atomknopf zur Versammlung aller Vorwärtskräfte am Lenkrad im Stile von Porsche haben wird, wissen wir noch nicht. Wir ahnen aber nach einer ersten Probefahrt, dass Cupra eine Bereicherung werden könnte. Für den Mut gebührt Seat ein Lob. Für den Formentor auch. Mit 44.000 Euro beginnt das Abenteuer.

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