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Premiere: VW Golf V : Die neue Dimension einer Freude an der Vernunft

  • -Aktualisiert am

Ein piekfeiner VW: Der neue Golf V wirkt wertvoller. Bild:

Unternehmenschef Bernd Pischetsrieder bezeichnete den Übergang von Golf IV (gebaut seit 1997 in einer Auflage von 4,4 Millionen Exemplaren) auf Golf V als "größten Innovationssprung" in dieser Baureihe.

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          Bei diesem Ereignis schaut in Wolfsburg gern politische Prominenz vorbei. Rolf Schnellecke, OB von WOB, das sich bis zum Oktober als GOB (Golfsburg) verkleidet, kam mit weißem VW-T-Shirt und Glückwünschen zur Premiere des VW Golf der fünften Generation. Unternehmenschef Bernd Pischetsrieder nahm die bürgermeisterlichen Höflichkeiten entgegen und bezeichnete den Übergang von Golf IV (gebaut seit 1997 in einer Auflage von 4,4 Millionen Exemplaren) auf Golf V als "größten Innovationssprung" in dieser Baureihe, seit der erste Golf vor 30 Jahren auf die Räder gestellt worden ist. Und für jene Kunden, die eher wissen wollten, ob sie sich diesen neuen, tollen Golf überhaupt noch leisten können, hielt Pischetsrieder gute Nachricht bereit: Die neue Einstiegsversion komme zum Preis der alten in Deutschland auf den Markt. So fordert künftig das neue Leben mit der jüngsten Generation Golf mindestens 15220 Euro. Der Verkauf der viertürigen Varianten startet noch im Oktober 2003, die Preise hierfür will VW rechtzeitig nachreichen.

          Wie bisher gibt es den VW Golf mit zwei oder vier Türen, jeweils mit Heckklappe. Auch das Rückgrat der Technik bleibt konzeptionell unverändert, das heißt Frontantrieb, eine große Auswahl an Motoren, alle erfüllen Euro4 (auch die Diesel ohne Filter, dieser soll Ende 2004 als aufpreispflichtiges Extra offeriert werden), und der Käufer kann zwischen manuellen Fünf- oder Sechsganggetrieben und Sechsgang-Wandlerautomat sowie dem Sechsgang-Direktschaltgetriebe wählen. Im Gegensatz zur früheren Übung, den Marktstart mit den stärksten Triebwerken zu zelebrieren, ist der Golf V gleich mit den Brot-und-Butter-Motoren zu haben. Offensichtlich setzt man bei VW auf einen reibungslosen Produktionsanlauf und schwört zusätzlich alle Eide dieser Welt, die Fertigungsqualität nicht nur besser, sondern gleich vom ersten Tag an tatsächlich im Griff zu haben.

          Von Beginn an stehen zwei Otto- und zwei Dieselmotoren zur Wahl, alles Vierzylinder mit Vierventiltechnik: Die Ausnahme hiervon ist der 1,9-Liter-TDI mit zwei Ventilen je Brennraum und 77 kW (105 PS); der 2.0 TDI bietet 103 kW (140 PS), maximales Drehmoment 320 Newtonmeter bei 1750 Umdrehungen in der Minute. Der Einstieg beginnt mit dem 1,4-Liter-Otto, Saugrohreinspritzung, 55 kW (75 PS), Drehmoment 126 Nm bei 3800/min; stärker ist der 1,6-Liter-FSI mit direkter Benzineinspritzung, 85 kW (115 PS), bestes Drehmoment von 155 Nm bei 4000/min, Verbrauchs- und Fahrleistungswerte liegen für alle Motoren noch nicht vor. Wie diese Aggregate zum neuen VW Golf passen, wie er sich fährt und wie hoch das Maß des dynamischen Fortschritts reicht, teilen wir nach unserer ersten Probefahrt in der Ausgabe vom 30. September mit.

          Nach der Markteinführung folgen vier weitere Motormöglichkeiten, zwei FSI-Triebwerke (1,4 Liter, 66 kW/90 PS, und 2 Liter, 110 kW/150 PS) sowie ein 1,6-Liter-Otto mit Saugrohreinspritzung (1,6 Liter, 75 kW/102 PS) und ein SDI-Diesel (2 Liter, 55 kW/75 PS). Die Spitzenmodelle (noch stärkere Diesel, 3,2-Liter-Sechszylinder-Otto und Turbo, Allradantrieb) und weitere Karosserievarianten (Stufenheck, Kombi, Kabriolett) folgen von 2004 an.

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