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Premiere : Kompetenz in der kleinen Klasse

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Klein, aber oho: Der neue Renault Clio Bild:

Die dritte Generation des Renault Clio geht an den Start. Das kleinste Modell ist etwas gewachsen und rückt verdächtig nahe an den großen Mégane-Bruder heran.

          Auch in der Welt der Kleinen ist Wachstum gefragt: Der Renault Clio in der dritten Generation ist auch der größte Clio. Bei einer Länge von 3,99 Meter und einem Radstand von 2,58 Meter übertrifft er nicht nur seine gleichnamigen Vorgänger. Er rückt vor allem näher an seinen größeren Mégane-Bruder heran.

          Die Gesetze eines immer härter werdenden Marktes lassen Rücksichtnahmen kaum noch zu. So wird es schon in wenigen Monaten bei Renault zu einem Dreikampf kommen, den man aber auch als überaus komplettes Angebot für den wählerischen Kunden interpretieren kann: Nach der Vorstellung des Renault Modus im vergangenen Jahr und dem jetzt erstmals offiziell präsentierten Clio der dritten Generation ist schon der Nachfolger des tapferen, aber allmählich etwas neben sich selbst herfahrenden Twingo (Debüt im Herbst 1992) in Sicht. Renault demonstriert damit abermals seine Kompetenz in der kleinen Klasse.

          Üppiger Raum

          Die komplett neu gestaltete Karosserie gibt es in zwei Varianten: Der Kunde kann sich für zwei oder für vier Türen entscheiden. Jeweils anwesend ist die große, bis auf den Stoßfänger reichende Klappe im Heck. Und immer dabei sind durchaus üppige Platzverhältnisse: Wenn es um die Innenraumbreite des Clio geht, dann spricht Renault vom "Klassenbesten". Hinten gibt es mehr Kopffreiheit, vorne sind die Türen extra breit, und der Kofferraum hält etwa 290 Liter Ladevolumen bereit. Die Rücksitzbank kann man umlegen, dann sind es 694 Liter. Es gibt mehrere Design- und Ausstattungslinien, dennoch sind Spielräume für Extrawünsche.

          Vorbild: Mégane

          Höheren Aufwand als bisher betrieb man im neuen Clio für dynamische Fortbewegung. Die gesamte Plattform wurde zusammen mit dem Renault-Partner Nissan entwickelt, und Radaufhängung sowie Bremsen und Lenkung orientieren sich am größeren Mégane. Die gesamte Vorderachse des Fronttrieblers ist auf einem eigenen Rahmen montiert, der helfen soll, Schwingungen und Geräusche zu unterdrücken. Hinten hat man sich bei Renault für eine Verbundlenkerachse mit Schraubenfedern entschieden. Wankbewegungen der Karosserie soll ein eigens installierter Querstabilisator vermindern. Serienmäßig geht in allen Versionen eine elektrische Servolenkung ans Werk, die geschwindigkeitsabhängig geregelt ist. Der Wendekreis hat einen Durchmesser von bescheidenen 10,30 Meter.

          Dieselmotoren mit Partikelfilter

          Um den Vortrieb machen sich zunächst drei Ottomotoren und drei unterschiedlich kräftige Versionen des bekannten 1,5-Liter-dCi-Aggregats verdient. Die Dieselmotoren leisten 50, 63 und 78 kW (68/86/106 PS) und werden für den deutschen Markt mit Partikelfiltern ausgerüstet, die Euro 4 ist Voraussetzung für die Zulassung. Die vom Start weg erhältlichen Benziner halten 55, 72 und 82 kW (75/98/112PS) bereit. Anfang 2006 kommt noch das mit Nissan entwickelte 2-Liter-Sport-Triebwerk zum Einsatz, das 103 kW (140 PS) leistet. Die Übersetzung der Motorkraft übernehmen je nach Kundenentscheidung manuelle Getriebe mit fünf oder sechs Vorwärtsgängen, eine automatisierte "Quickshift"-Schaltbox oder eine Automatik.

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