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Porsche Taycan Cross Turismo : Der Taycan als Kombi

Porsche macht den elektrischen Taycan zum Sportkombi. Bild: Hersteller

Porsche meint es ernst mit der Elektromobilität. Als Cross Turismo wird der Elektrowagen zum Sport-Kombi. Vom Start weg gibt es vier Varianten.

          2 Min.

          Der rein elektrische Porsche Taycan ist durchaus ein Erfolgsmodell. Mehr als 20.000 Einheiten sind im schwierigen Corona-Jahr 2020 weltweit verkauft worden. Jetzt soll eine Kombi-Variante, die im Sommer auf den Markt kommt, den Erfolg weiter festigen. Dabei setzt der Taycan Cross Turismo auf ein ähnliches Konzept wie der Panamera Sport Turismo. Formal sind es Kombis, doch der gesamte Wagen bleibt natürlich sehr flach. Obwohl es beim Taycan Cross Turismo im Vergleich im Fond knapp fünf Zentimeter mehr Kopffreiheit gibt.

          Boris Schmidt

          Redakteur im Ressort „Technik und Motor“.

          Und statt eines Kofferraumdeckels gibt es eine Klappe, der Laderaum bietet nach Umlegen der Rücksitze ein Volumen von 1212 Liter. Auch der Kofferraum an sich ist mit 446 Liter deutlich größer als der in der „Limousine“. Die Länge von 4,97 Meter ist die gleiche, vorne haben beide Varianten einen 84-Liter-Fach. Das bietet sich für die Ladekabel an.

          Der Elektroantrieb mit seiner 800-Volt-Architektur ist im Prinzip der gleiche wie im Taycan, aber ein neues Fahrwerk und der bekannte Allrad-Antrieb samt der adaptiver Luftfederung sollen auch abseits befestigter Straßen für Dynamik sorgen. Alle vier Modelle haben die große Batterie mit einer Kapazität von 93,4 kWh. Die Reichweite liegt jeweils um die 400 Kilometer.

          Wie jedes neue Auto ist auch der Taycan Cross Turismo umfangreichen Tests unterzogen worden. Bilderstrecke
          Vorgestellt : Porsche Taycan Cross Turismo

          Im Einzelnen sind im Angebot der Taycan 4 Cross Turismo mit 280 kW, der 4S Cross Turismo mit 360 kW, der Turbo Cross Turismo mit 460 kW und der Turbo S Cross Turismo mit ebenfalls 460 kW. Porsche lässt also nicht die Unsitte nehmen, Autos Turbo zu nennen, die technisch gesehen gar keinen Turbo haben. Aber jeder in dem Quartett hat eine Overboost-Funktion, mit der die Leistung des Elektromotors kurzfristig nochmals gesteigert werden kann. Beim Turbo S sind dann sogar 560 kW oder 761 PS möglich.

          Die angegebenen Höchstgeschwindigkeiten liegen zwischen 220 und 250 km/h. Der Allrad-Antrieb und die adaptive Luftfederung ist generell Standard. Optional ist ein Off-Road-Paket, das die Bodenfreiheit um bis zu 30 Millimeter erhöht. Laden lässt sich der Cross Turismo mit Wechselstrom mit bis zu 11 kW, optional sind 22 kW möglich. Unterwegs bietet sich schnelles Laden mit Gleichstrom an.

          An einer 800-Volt-Station kann der Porsche bis zu 270 kW verarbeiten, dann dauert das Füllen der Batterie von fünf auf achtzig Prozent Ladezustand unter optimalen Bedingungen nur knapp 23 Minuten. An 400-Volt-Stationen wird mit bis zu 150 kW geladen. Ladeanschlüsse sind rechts und links an den Kotflügeln, für Gleichstrom aber nur auf der Beifahrerseite.  

          Wichtig für Freizeitsportler: Eigens für den Cross Turismo ist ein Heckträger für bis zu drei Fahrräder entwickelt worden. Praktisch: Die Heckklappe lässt sich auch mit beladenem Träger öffnen. Porsche verkauft zudem passende E-Bikes dazu. Die Preise für das neue Auto von Porsche starten bei 93.635 Euro für das Basismodell. Bei der virtuellen Premiere diese Woche hieß es, dass Porsche 2025 jedes zweite Auto elektrifiziert verkaufen wolle. Schon 2020 sei jeder dritte in Deutschland verkaufte Porsche ein Plug-in-Hybrid oder eben ein Taycan gewesen.

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