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Taycan als Hecktriebler : Ein Plus durch Verzicht

Kraft am Heck: Der Porsche Taycan Bild: Hersteller

Porsche-Fans schwören auf Heckantrieb. Für den elektrischen Taycan, der bisher stets mit Allradantrieb unterwegs war, gibt es nun eine Version mit Heckantrieb. Das Auto wird dadurch günstiger.

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          Weniger kann mehr sein. Das neue Einstiegsmodell in die Porsche-Taycan-Baureihe kommt ohne weitere Bezeichnung wie Turbo, Turbo S oder 4S aus und verzichtet darauf, auch die Vorderräder anzutreiben. Als reiner Hecktriebler ist der elektrische Sportwagen plötzlich wieder nah an der klassischen 911er-Grundphilosophie. Dazu gibt es mit 85.520 Euro einen relativ günstigen Einstiegspreis. Dann fährt man den schwächeren, 326 PS starken Motor, in einer weiteren Variante gibt es 380 PS. Die Werte beziehen sich auf die jeweilige Nennleistung, in der Spitze (Overboost) sind 408 oder gar 476 PS möglich.

          Boris Schmidt
          Redakteur im Ressort „Technik und Motor“.

          Bei der Größe der Batterie macht Porsche ebenfalls zwei Angebote: entweder 79 oder 93 kWh, was dann nach der Norm für Reichweiten von 431 oder 484 Kilometern sorgt. Hohe Ladeleistungen sollen auf Fernfahrten kurze Wartezeiten garantieren. Gleichstrom lässt sich mit 225 kW in die Batterie jagen, die große Batterie verkraftet sogar bis zu 270 kW. Entsprechende Ladesäulen, Supercharger genannt, sind natürlich Voraussetzung.

          Porsche spricht von nur knapp 23 Minuten, um von fünf auf 80 Prozent Ladezustand der Batterie zu kommen. Wer an der Wallbox zu Hause mit elf kW lädt, braucht rund neun Stunden. Gegen Aufpreis verarbeitet der Taycan auch 22-kW-Wechselstrom mit.

          Rein äußerlich gibt es nur marginale Unterschiede. Bilderstrecke
          Mit Heckantrieb : Porsche Taycan

          Der Spurt von 0 auf 100 km/h lässt sich in 5,4 Sekunden realisieren, die Höchstgeschwindigkeit beträgt ebenfalls für beide Varianten 230 km/h. Zu oft darf man diese Werte aber nicht überprüfen, wenn die angegebene Reichweite auch nur annähernd erreicht werden soll. Rein äußerlich unterscheidet sich der einfache Taycan nur durch leichte Retuschen wie Seitenschweller und Heckdiffusor in Schwarz. Im Innenraum gibt es keine Unterschiede. Neu ist, dass Kunden jetzt eine komplett lederfreie Bepolsterung bestellen können.

          Vom viersitzigen Taycan mit seinem 407-Liter-Kofferraum (weitere 84 Liter vorn) sind im vergangenen Jahr mehr als 20.000 Einheiten verkauft worden, meldet Porsche stolz. Das neue Basismodell kommt im März zu den deutschen Händlern.

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