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Porsche Macan : China first

  • -Aktualisiert am

Das meistverkaufte Modell der Stuttgarter Sportwagenschmiede ist der Macan. Bild: Hersteller

Porsche schickt den Macan in seine zweite Lebenshälfte. Ein Diesel kommt vielleicht, ein Hybrid keinesfalls. Und deutsche Käufer müssen eh erst noch warten.

          Der 911er verkörpert den Markenkern von Porsche sicher am stärksten – das meistverkaufte Modell der Stuttgarter Sportwagenschmiede aber ist der Macan. 350.000 Einheiten des kompakten SUV wurden weltweit seit der Markteinführung 2014 ausgeliefert. Mit dezenten Designänderungen, die die Sportlichkeit des Fünfsitzers noch stärker betonen sollen, neuer Infotainmentanlage und zusätzlichen Assistenzsystemen fährt der kleine Bruder des Cayenne in seine zweite Lebenshälfte.

          Der Wagen rollt zunächst in China und im November auch in Deutschland zu den Händlern. Die Preise des Vorgängers bewegten sich zwischen 56.264 und 91.964 Euro. Zumindest in der Basisversion soll der modellgepflegte Macan nur unwesentlich teurer werden, wie Marketingvorstand Detlev von Platen aus Anlass der Weltpremiere des überarbeiteten SUV in Schanghai ankündigte.

          Die Dimensionen des 4,70 Meter langen Geländewagens blieben unangetastet, und der Gepäckraum hinter der stets elektrisch aufschwingenden Heckklappe fasst wie bisher 500 bis 1500 Liter. LED-Scheinwerfer mit Tagfahrlicht im Vier-Punkt-Design sind jetzt serienmäßig, gegen Aufpreis steuert PDLS (Porsche Dynamic Light System) die Lichtverteilung adaptiv.

          Dezente Designänderungen sollen die Sportlichkeit des Fünfsitzers noch stärker betonen. Bilderstrecke

          Erst beim genauen Hinsehen fällt auf, dass die seitlichen Lufteinlässe nun breiter sind. Dagegen unterscheidet sich das Heck deutlicher von dem des Vorgängers. Wie schon bei Panamera und Cayenne verbindet ein LED-Leuchtenband jetzt die dreidimensional ausgeführten LED-Heckleuchten. Edel und wie modelliert wirkt der ebenfalls dreidimensional gestaltete Porsche-Schriftzug darunter. Die Vier-Punkt-Bremsleuchten nehmen das Lichtthema der Tagfahrleuchten wieder auf.

          Im mit hochwertigen Materialien ausgestatteten, sportlich-schicken Innenraum wurde der berührungsempfindliche Bildschirm von sieben auf elf Zoll vergrößert. Damit der Full-HD-Touchscreen sich harmonisch in die Porsche-typisch ansteigende Mittelkonsole einfügt, sind die neu gestalteten, chromumrahmten Lüftungsdüsen jetzt unterhalb des zentralen Bildschirms angeordnet. Mit dem Connect-Plus-Modul mit Sprachsteuerung sowie Online-Navigation mit Echtzeit-Verkehrsinformationen ist jeder Macan immer voll vernetzt. Neu ist der Stauassistent, der im Stop-and-go-Verkehr und bis zu einer Geschwindigkeit von 60 km/h teilautonomes Fahren ermöglicht.

          Anstelle des serienmäßigen Sportlenkrads kann optional das etwas kleinere GT-Lenkrad aus dem 911 geordert werden. Wird der Macan mit dem aufpreispflichtigen Sport-Chrono-Paket ausgeliefert, befindet sich dessen Mode-Schalter inklusive Sport-Response-Taste jetzt direkt am Lenkrad. Obligatorisch im Macan sind der heckbetonte Allradantrieb und das Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe mit manueller Schaltgasse und Schaltpaddeln am Lenkrad.

          Der sportliche Geländegänger startet mit dem 245 PS starken Zweiliter-Vierzylinder-Turbobenziner. Die stärkeren Benzinervarianten S und Turbo sollen, wenn auch in diesem Jahr nicht mehr liefer-, so doch zumindest bestellbar sein. Die Leistung des Dreiliter-Sechszylinder-Monoturbo im S steigt von 340 auf 354 PS. Neu im Macan ist der aus den Modellen Panamera und Cayenne bekannte 2,9-Liter-V6-Biturbo mit 440 PS und 550 Newtonmeter Drehmoment. Weitere Leistungs- und Verbrauchsdaten gibt Porsche noch nicht bekannt. Alle Benziner werden mit einem Ottopartikelfilter ausgestattet und erfüllen die Norm Euro 6d Temp.

          Ob der Neuling auch wieder einen Diesel bekommen wird, sei noch nicht entschieden, äußerte von Platen auf Nachfrage. Und obwohl Porsche eine hohe Nachfrage nach seinen Plug-in-Hybrid-Modellen verzeichnet – beim Panamera beträgt der Anteil der an der Steckdose aufladbaren Variante inzwischen rund 60 Prozent –, wird es vom Macan dieser Generation keine elektrifizierte Version mehr geben.

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