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Pininfarina : Haute Couture auf vier Rädern

  • -Aktualisiert am

Vorspiel: So ungefähr soll der rein elektrische Pininfarina aussehen, wenn er dann 2020 auf den Markt kommt. Versprochen werden mehr als 400 km/h Spitzengeschwindigkeit und mehr als 500 Kilometer Reichweite. Bild: Hersteller

Einst eine Institution im Automobildesign, dann zu einem Industrieunternehmen entwickelt, macht sich Pininfarina jetzt auf den Weg zu einem Hersteller von elektrischen Supersportwagen.

          5 Min.

          Pininfarina. Schon der Name zergeht auf der Zunge, er weckt Erinnerungen an spektakuläre, maßgefertigte Einzelstücke, die oft genug den Blick in die Zukunft wagten oder von zahlungskräftigen Kunden in Auftrag gegeben wurden. Aber es ging auch anders. Jahrzehntelang eines der führenden Modehäuser für Automobilkultur, verstand sich Pininfarina auch auf Prêt-à-porter, umhüllte millionenfach gebaute Alltagsmodelle von Austin, Fiat, Peugeot oder Brilliance mit edler Designerware. Um später sogar an der Gestaltung von Zügen, Straßenbahnen und Fahrrädern mitzuwirken.

          Boris Schmidt

          Redakteur im Ressort „Technik und Motor“.

          Heute hat Pininfarina seine Selbständigkeit verloren, die Marke lebt jedoch fort. Und wie. Die neuen Eigner kommen aus Indien, die Automobili Pininfarina ist eine Tochtergesellschaft von Mahindra&Mahindra, und für 2020 wird ein emissionsfreies „Luxus-Hypercar“ angekündigt, das in weniger als zwei Sekunden von 0 auf 100 km/h beschleunigen soll, in der Spitze schneller als 400km/h fährt und eine Reichweite von gut 500 Kilometer bietet. Das Know-how holt sich Mahindra zum Teil in der Formel E. An dieser Rennserie mit rein elektrischen Boliden nehmen die Inder von Anbeginn an teil. Unlängst bei dem Rennen in Rom lud Pininfarina 200 Gäste und Freunde des Hauses ein, um für das neue Projekt zu werben.

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