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Peugeot 207 : Die Definition der größeren Dimension

  • -Aktualisiert am

Mit BMW-Motor: Peugeot 207 Bild: Hersteller

Der Peugeot 207 wächst in die nächste Klasse hinein, löst den Typ 206 - zumindest zunächst - aber nicht ab. Die Franzosen wollen mit dem Wagen geänderten Anforderungen der Kundschaft entgegenkommen.

          Mit der Typenbezeichnung kann es sich Peugeot einfach machen: Der 204 war einst die kleine Limousinen-Sänfte, dann kam der knackige 205 als Rettungswagen für die Marke und schließlich der ebenso heftig designte wie erfolgreiche Typ 206. Und jetzt also die höhere Nummer, der 207. Er soll zumindest zunächst den 206 nicht ersetzen, sondern eher die neue Dimension in der mit Wachstum aufwartenden Kompaktklasse sein.

          Der neue Peugeot 207 tritt an gegen die gleichfalls recht frischen und ebenfalls mit neuen Größenverhältnissen auftrumpfenden Fiat Grande Punto und Renault Clio. Im Sommer gesellt sich der ebenfalls größer dimensionierte Opel Corsa dazu, und dann kommt noch der VW Polo, natürlich mit einer üppigeren Konfektionsnummer. Da muß der 207, wie wir bei einer ersten Verabredung erkennen durften, nicht zurückstehen.

          Kooperation mit BMW

          Der noch im Mai dieses Jahres auf dem deutschen Markt antretende Peugeot kommt zum Verkaufsstart als zwei- oder viertürige Schrägheck-Limousine mit einer großen Klappe für den Kofferraum. Zunächst hat der Kunde die Wahl zwischen einem Diesel- (mit Partikelfilter) und zwei Ottomotoren, es gibt vier Ausstattungsversionen, die auch maßgebend sind für die sanft unterschiedlich gezeichneten Frontpartien. Ende 2006 stehen dem 207 weitere Triebwerke ins Haus, darunter zwei 1,6-Liter-Vierzylinder mit Vierventiltechnik (davon einer mit Abgasturbolader), die aus der Kooperation mit BMW stammen. Dann gibt es auch die Einstiegsmotorisierung mit 1,4 Liter Hubraum.

          Grande Punto, Clio, Corsa und Polo heißen die Konkurrenten

          Wie beim 206 darf man mit weiteren Karosserievarianten rechnen, sowohl der 207 CC mit faltbarem Stahldach als auch der 207 Break (soll mehr sein als eine schlichte Kombiausführung) werden für das vierte Quartal 2006 erwartet. Für alle 207-Typen gilt die technische Standardkonfiguration mit quer zur Fahrtrichtung installierten Motoren und Frontantrieb. Serienmäßig sind manuell zu betätigende Schaltboxen mit fünf Gängen, für die Sauger-Version des 1,6-Liter-Ottoaggregats gibt es für ein noch nicht zu bezifferndes Aufgeld eine Getriebeautomatik. Die Preise für den neuen 207 werden noch nicht genannt, sie werden aber über jenen des Typs 206 liegen, wir rechnen mit einem Aufgeld von 1500 bis 2000 Euro. Dann käme der größere und besser ausstaffierte 207 mit ein paar Extras auf etwa 16.000 Euro.

          Wohnlicher Innenraum

          Für die Peugeot-Modellstrategen war die Definition der 207-Dimensionen eine knifflige Aufgabe. Schließlich sollte der neue Typ größer sein als der ältere 206, aber doch deutlich kleiner als der größere 307. Aber das war natürlich nicht der einzige Maßstab. Man will damit auch geänderten Forderungen der Kundschaft nachkommen, die ihren Kleinwagen nicht als Ausdruck eines Mangels an Kapital, sondern als bewußte Entscheidung für ihre etwas anderen Ansprüche sieht. Deshalb ist der 207 auch 4,03 Meter lang (Typ 206: 3,83 Meter), er ist 1,72 Meter breit (1,66), und er ist 1,47 Meter hoch (1,42). Der Radstand des 207 mißt 2,54 Meter, damit bewegt sich der neue Peugeot fast auf dem Niveau des aktuellen VW Golf (2,58 Meter). Auch im Innenraum folgt der 207 dem Hang zur französischen Großzügigkeit: Die Schulterbreite vorn wird von Peugeot mit 1,72 Meter angegeben, die Kopffreiheit läßt nichts zu wünschen übrig, allein der Kofferraum erscheint mit einem Volumen von 270 Liter knapp geraten. Die Rücksitzbank ist variabel.

          Einigen Aufwand hat Peugeot für die Wohnlichkeit des Innenraums getrieben. Das Design sorgt zwar für eine gewisse Bewegung in der Armaturentafel mit großen, tückenfrei abzulesenden Instrumenten, mit den seitlichen Verkleidungen und bei den Polsterungen der Sitze, gleichzeitig aber entsteht jene Harmonie, die den Aufenthalt an Bord erst wirklich angenehm macht.

          Über die Technik des Fahrwerks, über die Lenkung (elektrisch unterstützt), über Bremsen und Federung sowie die Bemühungen um passive Sicherheit und die produzierte Qualität berichten wir Mitte bis Ende März, dann haben wir die neue Nummer in der Peugeot-Nomenklatur auf öffentlichen Straßen gefahren. Die neue Dimension in der kompakten Klasse wird die Peugeot-Position in Europa nicht verschlechtern.

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