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Pedal Block Pro von Heyner : Klauen und Krallen

Pedal Block: Am sichersten wäre ein Dobermann auf dem Sitz, aber dem wird im Sommer zu warm. Bild: Frank Röth

Pedalsperren haben gegenüber reinen Lenkradkrallen den Vorteil, dass sie zugleich das Bremspedal blockieren. So wird den Schurken das Autostehlen erschwert.

          Wenn auf einmal das Auto weg ist, gibt es drei Möglichkeiten: Der Fahrer sucht es an der falschen Stelle, er hat unzulässig geparkt, oder es wurde geklaut. Im ersten Fall wäre zu empfehlen, besser aufzupassen, im zweiten auch. Es wiederzubekommen kostet Zeit oder etwas Geld. Der dritte Fall ist schon ärger, oft ist das Gefährt für immer verschollen.

          Lukas Weber

          Redakteur im Ressort „Technik und Motor“.

          Dagegen kann Vorbeugen helfen. Leute, die Autos knacken, wissen oft, wie man Lenkradschlösser und Wegfahrsperre umgeht, manchmal nutzt auch die Alarmanlage nichts. Die sicherste Methode wäre ein Dobermann auf dem Rücksitz, aber dem wird dort im Sommer zu warm. Auch gut funktioniert eine Radkralle, wie sie die Polizei gegen Falschparker verwendet - man darf freilich beim Losfahren nicht vergessen, dass sie dran ist.

          Ersatzweise hat der Autor dieser Zeilen vor drei Jahrzehnten für sein offenes und elektronisch nicht geschütztes Schätzchen eine Pedalsperre angeschafft. Solche mit zwei Haken versehenen und in der Länge verstellbaren Stangen aus Stahl haben gegenüber reinen Lenkradkrallen den Vorteil, dass sie zugleich das Bremspedal blockieren, und vermutlich eine abschreckende Wirkung auf Bösewichte, die gern das Auto hätten. Den Innenraum schützen sie nicht.

          In der Länge verstellbare Stangen aus Stahl

          Indessen, die Schlüssel sind unauffindbar. Auf der Suche nach ähnlichen Exemplaren, die aber mit Zahlenschloss funktionieren, lassen sich einige finden, die mit drei Ziffern ausgestattet sind - das ist zu wenig, und einer mit fünf. Der neue Pedal Block Pro von Heyner ist im Gegensatz zu Billigprodukten durchgehend gut verarbeitet und mit einem Gewicht von 1,8 Kilo recht schwer, er liegt zugleich mit 79 Euro am oberen Ende der Preisskala. Die stählernen Haken sind mit rotem Kunststoff überzogen, das Mittelteil mit schwarzem Moosgummi. Der Pedal Block wird mit einer Tragetasche geliefert, in der auch ein kleiner Schraubendreher und ein Verstellwerkzeug für die Zahlenkombination Platz finden. Zur Einstellung der gewünschten Kombination wird die Schraube gelöst und ein kleiner Metalldeckel herausgenommen, Ersatz liegt bei. Fast überflüssig zu erwähnen, dass das nur geht, wenn das Schloss offen ist.

          Der erste Gebrauch ist etwas fummelig, der Anfänger lernt, die Kralle so anzuschließen, dass die roten Punkte der Markierung oben sind, sonst kann er die richtige Kombination nicht einstellen. Mit etwas Übung reicht ein Handgriff. Wir haben den Pedal Block an verschiedenen Autos verwendet, bei solchen mit großem Abstand zwischen Lenkrad und Bremspedal kann vielleicht der Verstellbereich von 495 bis 777 Millimeter Innenabstand zwischen den Haken knapp werden.

          Für Oldtimer ist der Pedal Block erste Wahl. Schwierig wird es mit einem verstellbaren Lenkrad. Falls es nur in der Höhe um eine Achse schwenkt, lässt sich die Kralle meist auch dann nicht lösen, wenn vergessen wurde, das Lenkrad nach unten zu schieben. Jene mit Tiefenverstellung können allerdings mit einem Handgriff befreit werden, hier sind also Herunterfahren und vor dem Start eine neue Einstellung fällig. Das Problem ließe sich durch geschlossene Ringe statt der Haken umgehen, der Aufwand wäre aber beträchtlich. Einfach wird es wiederum mit Memory-Funktion, die das Lenkrad in die richtige Position zurückfährt.

          Und wie steht es um die Stabilität? Wie lange es dauert, die Klaue durchzusägen, haben wir nicht ausprobiert. Denn dass das Lenkrad der Säge leichter zum Opfer fällt, ist offensichtlich. Mit dem Winkelschleifer bekommt man natürlich alles klein, sogar eine Radkralle. Aber welcher Dieb lässt schon im Fahrzeuginnenraum die Funken stieben?

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