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Opel Mokka 1.4 LPG : Vernunft und Zange

Heizen mit Gas: LPG-Mokka Bild: Hersteller

Wir waren zwei Wochen im Opel Mokka 1.4 LPG unterwegs. Im Unterschied zur mühseligen Tankstellensuche beim Erdgasantrieb, ist beim Autogas der Tankanschluss ein Thema.

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          Beim ersten Tanken muss der Pächter mit einer Zange helfen. Beim zweiten Mal stehen wir in einer langen Schlange vor der Kasse der Autobahntankstelle. Auf den Hinweis, dass es Schwierigkeiten mit der Autogaszapfsäule gibt, holt die Dame flink ein Weidenkörbchen hervor: „Brauchen Sie einen Adapter?“ - und hält uns sieben verschiedene unter die Nase, hübsch nebeneinander drapiert. Wer mit einem alternativen Kraftstoff fährt, hat immer etwas zu erzählen. Beim Erdgasantrieb ist es die mühselige Tankstellensuche, beim Autogas (LPG, Liquified Petroleum Gas) sind die unterschiedlichen Tankanschlüsse, die es mit verschiedenen Innen- und Außengewinden gibt, ein Thema.

          Michael Spehr
          Redakteur im Ressort „Technik und Motor“.

          Wir waren zwei Wochen im Opel Mokka 1.4 LPG unterwegs, der sich wahlweise mit Benzin und Autogas betreiben lässt. Autogas ist schwerer als Luft und gelangt flüssig mit rund 10 bar in einen eigenen Tank, der in diesem Fall die Reserveradmulde des Mokka ausfüllt. Unter der Tankklappe befinden sich zwei Stutzen, der eine für Benzin, der andere fürs Flüssiggas, und hier kommt nun der besagte Adapter ins Spiel. Er muss vor dem Aufsetzen der Zapfpistole aufgeschraubt werden, und durch die Betankung mit dem kalten Kraftstoff zieht er sich gern fest. Das Drama: Man bekommt ihn hinterher nicht mehr ab. Wir hatten fortan eine Zange dabei, aber an der Autobahntankstelle war die gesamte Zapfanlage defekt.

          Die Entscheidung für Autogas ist vernünftig. Opel nimmt für den alternativen Antrieb seinen 1,4-Liter-Motor mit 140 PS (103 kW), spendiert außer dem 53 Liter fassenden Benzintank einen zweiten mit 34 Liter für das Gas und lässt dem Fahrer die Entscheidung bei der Kraftstoffwahl. Die Fahrleistungen des LPG-Modells sind identisch mit denen des 1.4 Turbo: 200 Newtonmeter Drehmoment zwischen 1850 und 4900 Umdrehungen, Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in rund zehn Sekunden und eine Höchstgeschwindigkeit von 193 km/h. Die kleinen Unterschiede: Autogas und Frontantrieb gehören im Mokka stets zusammen, der Allradantrieb ist nicht lieferbar; ferner gibt es nur die angenehm präzise und mit kurzen Wegen operierende Sechsgang-Handschaltung. Und schließlich muss man mit höherem Leergewicht (1464 Kilogramm) und geringerer Zuladung (378 Kilogramm) rechnen.

          Der Turbomotor sorgt für ausreichenden Vortrieb bis etwa 150, 160 km/h und lädt nicht dazu ein, deutlich schneller zu fahren - es fehlt an Ruhe und Gelassenheit. Und der Verbrauch klettert in ungeahnte Höhen. Den 1,4-Liter-Turbo fuhr die Redaktion im Jahr 2013 mit einem überraschenden Durchschnittsverbrauch von 9,1 Liter Benzin, es handelte sich um die Allradversion. Im Autogasbetrieb mit Frontantrieb kamen wir nun auf 9,9 Liter. Da Autogas einen geringeren Energiegehalt als Superbenzin hat, waren wir nicht erstaunt. Unangemessen ist der Verbrauch trotzdem. Zum Glück kostet ein Liter Autogas derzeit nur 60 Cent. In der kleinsten Ausstattungsvariante ist der Opel Mokka mit Autogas für 24 220 Euro erhältlich. Der Aufpreis von 1545 Euro gegenüber dem reinen Benziner macht sich also schon nach 20.000 Kilometern bezahlt.

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