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Opel Insignia Grand Sport : Blitz und Schatten

Opel Insignia Grand Sport Bild: Hersteller

Der Opel Insignia Grand Sport ist viel gutes Auto fürs Geld. Aber aus der Mauerblümchenrolle kommt er nicht heraus.

          1 Min.

          Früher hießen heiße Rücken Schräghecklimousine, aber altbacken will niemand daherkommen, auch Opel nicht. Also nennen sie ihr auch als Kombi lieferbares Flaggschiff Insignia Grand Sport, was uns insofern interessiert, als wir kürzlich mit dem neuen Hausherrn plauderten. Carlos Tavares führt Peugeot-Citroën-Opel, und viele gute Haare lässt er an der ehemaligen General-Motors-Welt nicht. „Der Insignia aber“, sagt er, „ist ein richtig gutes Auto.“ Recht hat der Mann, nur mit dem Verkauf hapert es. Aus der Mauerblümchenrolle kommt er nicht heraus. Dabei verdiente er angesichts des Preis-Leistungs-Verhältnisses mehr.

          Holger  Appel

          Redakteur in der Wirtschaft, zuständig für „Technik und Motor“.

          Der unter die Lupe genommene neue 1,6 Turbo mit 200 PS fällt durch angenehme Manieren auf. Der Benziner arbeitet laufruhig, zieht willig durch und ist mit 7,6 Liter Durchschnittsverbrauch angenehm sparsam. Womöglich könnte er etwas spritziger agieren. Gut gelungen ist den Ingenieuren die Anbindung des Sechsgang-Schaltgetriebes, das leichterhand und sauber rastet. Auch vom Fahrwerk lässt sich Positives berichten, außer ein paar staubtrocken durchschlagenden Querfugen verrichtet es die Aufgabe des Bügelns mit gekonnter Souveränität.

          Opel meint, der Insignia verbinde elegantes Design mit smarten Assistenzsystemen, Letzteres wäre zu überdenken. Zumindest der Spurhalteassistent ist ein Ärgernis, er lenkt schon bei der Annäherung an echte oder vermeintliche Linien mit ungemütlicher Vehemenz gegen. Er lässt sich abschalten, kommt aber nach jedem Motorstart renitent zurück.

          1,6 Turbo mit 200 PS Bilderstrecke
          Neu vorgestellt : Opel Insignia Grand Sport

          Im Innenraum präsentiert sich der Insignia aufgeräumt und solide. Wer Futuristik sucht, muss sich freilich woanders umsehen. Der berührungsempfindliche Bildschirm widersetzt sich bisweilen Befehlen der Fingerkuppe. Die besonders geformten AGR-Sitze finden wir mäßig bequem, andere mögen sie, ausprobieren. Die früher monierte Platzverschwendung hat Opel eingedämmt, der Fußraum ist auch hinten üppig, die Kopffreiheit in der zweiten Reihe naturgemäß etwas eingeschränkt. Der Kofferraum hat leider Ecken und Kanten, ist aber, soweit es die schräge Linie erlaubt, groß genug.

          Der Preis ist des Insignias Stärke. 40.315 verhandelbare Euro für den umfangreich ausstaffierten Testwagen sind ein Wort.

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