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Opel Astra : Unter ferner liefen

  • -Aktualisiert am

War mal der ewige Zweite: Opel Astra Bild: Hersteller

Der Opel Astra war lange Zeit ewiger Zweiter hinter dem VW Golf. Nun liegt er auf Platz 16 der Zulassungsstatistik. Fährt man den neuen Astra, ahnt man, woran es liegen könnte.

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          Über viele Jahre hinweg rollte der Opel Astra als ewiger Zweiter über deutsche Straßen und durch die hiesige Zulassungsstatistik. Natürlich hinter dem ewigen Ersten, dem VW Golf, und als die Opel-Manager noch dafür Zeit hatten, grämten sie sich sehr darüber. Diese Jahre sind vorbei. Doch der Golf liegt noch immer vorne, aber die Opel-Manager grämen sich jetzt mit ihren Kollegen von Mutter PSA, und der Astra hat das Jahr 2019 blamabel auf Platz 16 der Zulassungsstatistik abgeschlossen.

          Wer so wie wir jetzt einen neuen Astra mit Schrägheck und vier Türen, mittlerer Motorisierung und gut aufgefütterter Elegance-Ausstattung fährt, der ahnt, woran es liegen könnte. Denn den gut verarbeiteten und geräumig-komfortablen Kompakt-Opel befeuern, ob Benziner oder Diesel, nur noch Dreizylinder-Motoren. Drei Benziner davon mit identischem Hubraum von 1,2 Liter, alle mit Abgasturbolader; der einzige 1,4-Liter-Otto-Motor wird nur mit der Stufenlos-Automatik verkauft, sonst ist manuelle Schaltarbeit mit sechs Gängen gefragt. Da gibt es beim VW Golf für den geneigten Kunden mehr Auswahl, vor allem in der Vierzylinder-Fraktion.

          Start/Stop ist für jeden Astra serienmäßig, und in der Elegance-Version zum keineswegs übertriebenen Tarif von 25 230 Euro gibt es die Klimaautomatik serienmäßig. Auf dem Papier lesen sich die Leistungsdaten des Opel Astra 1.2 durchaus ansprechend: Aus 1199 Kubikzentimeter Hubraum wachsen dank des Turboladers bei 5500 Umdrehungen in der Minute 130 PS, und das beste Drehmoment von 225 Newtonmeter ist von 2000 bis 3500/min dabei. Aber im Alltag tut sich die kleine Maschine mit dem etwa 1,5 Tonnen wiegenden Astra schwerer als erwartet. Denn der Fahrer muss mit viel Schaltarbeit den Motor bei Laune halten. Dreizylinder sind kleiner, leichter und billiger. Aber mit vieren fährt es sich besser.

          Neuer Astra mit Schrägheck und vier Türen, mittlerer Motorisierung und gut aufgefütterter Elegance-Ausstattung Bilderstrecke

          Unsere Verbrauchsfahrten bei winterlichen Temperaturen ergaben Ergebnisse zwischen 6,6 und 7,1 Liter Superbenzin für 100 Kilometer. Damit lässt es sich gut leben, und wer sich gerne etwas dynamischer gibt, als er fährt, der denkt wohl nicht daran, sich nicht für den Opel Astra zu erwärmen. Auch wenn der einst ewige Zweite jetzt abgeschlagen ist, der Opel Astra war noch nie eleganter und sah noch nie schärfer und zugespitzter aus.

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