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Neuer 3er-BMW : Das Maß ist voller

Neue Linien: der kommende 3er-BMW als 320d „Modern Line“. Nieren mit 22 Stäben statt 16 (“Sport Line“) Bild: Maria Irl

Im Februar 2012 kommt der neue 3er-BMW auf den Markt. Obwohl er deutlich größer wurde, hat er an Gewicht verloren. Und von Herbst an wird er auch elektrisch fahren können.

          Der 3er ist das Herzstück von BMW. Ein Drittel der Verkäufe entfallen auf die Versionen dieses Modells - Limousine Kombi, Coupé, Cabriolet. Nach ersten Probefahrten mit dem neuen 3er ist diese Prognose nicht gewagt: Auch die sechste Generation der Modellreihe wird ihren Weg gehen.

          Boris Schmidt

          Redakteur im Ressort „Technik und Motor“.

          Die gestreckte Karosserie (Cw-Wert 0,26) wirkt sehr gelungen, die Front hat gegenüber der bisherigen erheblich gewonnen. Der Innenraum ist gewachsen, es zwickt und zwackt nicht mehr, vier bis fünf Personen haben nun tatsächlich genug Platz. Der Raumgewinn ist besonders auf der Rückbank spürbar, der Aufenthalt dort angenehmer als bisher. Das Kofferraumvolumen hat zugelegt, beträgt jetzt einschließlich eines kleinen Fachs unter dem Boden 480 Liter. Die dreigeteilte Lehne der Rückbank ist klappbar (40/20/40), um die Ladekapazität zu erweitern - allerdings nur, wenn der Kunde bereit ist, dafür einen Aufpreis von 490 Euro zu zahlen. Viel Geld für eine Selbstverständlichkeit. Nettes Detail, ebenfalls aufpreispflichtig: das Öffnen des Kofferraums mit dem Fuß. Mit dem Fuß? Der Deckel springt auf, wenn die Fußspitze vor einen Sensor gehalten wird, der mittig unterm Heck sitzt. Eine praktische Sache, wenn man beide Hände voll hat.

          Im Mittelpunkt des Geschehens

          Wie bei BMW üblich, wird dem Fahrer das Gefühl vermittelt, klar im Mittelpunkt des Geschehens zu sitzen, das Armaturenbrett ist betont auf ihn zugeschnitten, ohne dass der Beifahrer völlig vernachlässigt wird. Den großen Flachbildschirm auf dem Armaturenbrett wird vielleicht nicht jeder mögen. Zu den vielen Neuheiten im mittleren BMW gehört ein „Fahrerlebnis-Schalter“ links vom Schalthebel. Mit ihm wählt der Fahrer die Einstellungen „Comfort“, „Eco Pro“, „Sport“ oder „Sport+“. Die Münchener Strategen heben vor allem „Eco Pro“ hervor, mit diesem Sparprogramm lasse sich bei entsprechend zurückhaltender Fahrweise der Spritverbrauch um bis zu 20 Prozent senken.

          Sozusagen als Belohnung zeigt ein Display im Tacho an, wie viele Kilometer man schon „gewonnen“ hat. Wir kamen auf einer Strecke von weniger als 100 Kilometer auf 15,3. BMW beteuert, es handele sich keinesfalls um eine pure Spielerei.

          Kleine Kameras helfen an Kreuzungen

          Obwohl der neue 3er größer geworden ist, hat er an Gewicht nicht zugelegt, sondern je nach Variante sogar um bis zu 45 Kilogramm abgespeckt. Gleichwohl ist alles so aufwendig konstruiert wie seit jeher. So wird jedes Fahrwerk auf den jeweiligen Motor abgestimmt, in Sachen passiver Sicherheit liegt der 3er ohne Zweifel weit vorn. Auf der aktiven Seite bietet BMW unter anderem moderne Feinkost wie Spurhaltekontrolle, „Side Assist“, Tempomat mit Bremsfunktion, Kurvenlicht sowie ein frisches Head-Up-Display, das jetzt alle möglichen Farben darstellen kann. In die Frontscheibe lassen sich außer der Geschwindigkeit auch Navigationshinweise, das geltende Tempolimit sowie etwaige Überholverbote anzeigen.

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