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Neue S-Klasse von Mercedes : Nur der Whirlpool fehlt

  • -Aktualisiert am

Das neue Fernlicht nimmt Rücksicht auf Gegenverkehr. Bild: Mercedes

Die neue S-Klasse von Mercedes fällt vor allem durch ihre Neuerungen unter Haube und Sitz auf. Neben Reihensechszylinder-Motoren verwöhnt Mercedes die Reisenden mit sechs Wellness-Programmen.

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          Mercedes-Benz hat auf der Automesse in Schanghai die umfangreich überarbeitete S-Klasse vorgestellt. Die Linienführung der vor vier Jahren eingeführten zehnten Generation des Luxusmodells hat sich dabei nur wenig geändert, sieht man einmal von den drei LED-Streifen in den neuen, aufpreispflichtigen Multibeam-Scheinwerfern ab, die ohne Blendung des Gegenverkehrs das permanente Fahren mit Fernlicht erlauben.

          Gravierender sind die Neuerungen unter der Haube. Die bisherigen V6-Benziner und -Diesel werden durch Reihensechszylinder-Motoren ersetzt. Zum Marktstart im Juli ist der neue Dreiliter-Diesel mit 286 und 340 PS im S 350 d 4 Matic und im S 400 d 4 Matic erhältlich. Mit dem im Herbst nachfolgenden brandneuen Reihensechszylinder führt Mercedes erstmals das 48-Volt-Bordnetz und den integrierten Starter-Generator (ISG) ein. Weil der ISG Hybridfunktionen wie Boost und Rekuperation übernimmt, wird die bisher angebotene Hybrid-Version 300 h aus dem Programm genommen.

          Mit dem im Herbst nachfolgenden brandneuen Reihensechszylinder führt Mercedes erstmals das 48-Volt-Bordnetz und den integrierten Starter-Generator (ISG) ein. Bilderstrecke

          Die Leistungsdaten des in zwei Versionen startenden Benziners hält Mercedes-Benz noch ebenso geheim wie die des neuen Plug-in-Hybrid-Models. Dessen auf 13,3 Kilowattstunden vergrößerte Batterie soll die Reichweite für das rein elektrische Fahren von bisher 33 auf 50 Kilometer erhöhen. Vom Start weg verfügbar sind der S 560 4 Matic mit neuem, 469 PS starkem Vierliter-V8-Biturbo-Benziner, der auch als Maybach-Variante angeboten wird sowie der S 63 AMG 4 Matic mit 612 PS. Sein AMG-Vierliter-V8-Biturbo ersetzt den bisherigen 5,5-Liter-V8-Biturbo. Preise für die erneuerte S-Klasse werden noch nicht genannt. Das aktuelle Basismodell, der S 350 d, startet mit 82 229 Euro.

          Die S-Klasse erhält das volldigitale Widescreen-Cockpit mit zwei unter einem gemeinsamen Deckglas nahtlos miteinander verbundenen, 12,3 Zoll großen Bildschirmen, die mit ihren hochauflösenden Displays schon in der neuen E-Klasse überzeugt haben. Das Modell der oberen Mittelklasse hatte zuletzt auch hinsichtlich der Fahrassistenten die Nase vorn. Mit deutlich erweitertem Funktionsumfang der Systeme stellt das Flaggschiff der Marke jetzt den Abstand zum kleineren Bruder wieder her und macht gleichzeitig einen weiteren Schritt hin zum autonomen Fahren. In Kurven und vor Kreuzungen oder Kreisverkehren passt der aktive Abstandsassistent das Tempo automatisch an.

          Weil die S-Klasse erstmals Daten- und Navigationsmaterial des Kartenanbieters Here in die Berechnung des Fahrverhaltens mit einbezieht und das Straßenprofil sozusagen kennt, werden Kurvenradien nicht nur auf Autobahnen, sondern inzwischen auch auf mehr als 80 Prozent aller Landstraßen berechnet. Beim Spurwechsel-Assistenten genügt jetzt ein Antippen des Blinkers für ein selbsttätiges Überholmanöver innerhalb der nächsten zehn Sekunden. Verbessert wurden auch Nothalt-, Verkehrszeichen- und Staufolge-Assistent. Alle Systeme lassen sich jetzt direkt vom Lenkrad aus bedienen.

          Eine Weltneuheit in der S-Klasse stellt die Energizing Komfortsteuerung mit sechs wählbaren, jeweils zehn Minuten dauernden Wellness-Programmen dar. Mit aufeinander abgestimmter Musik, Beleuchtung, Klimatisierung, Massage und sogar mit feiner Beduftung sollen das Wohlbefinden und auch die Leistungsfähigkeit der Fahrzeuginsassen gesteigert werden.

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