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Skodas Kleinwagen : Der Fadia wird zum Fabia

Der neue Skoda Fabia Bild: Hersteller

Der Fabia war immer ein solides Auto mit faden Zügen. Jetzt wird er ein solides Auto mit feinen Zügen. Wir sagen der Konkurrenz gewisse Schwierigkeiten voraus.

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          Der Fabia hat sich über die 22 Jahre seines Daseins fabelhaft verkauft, 4,5 Millionen Stück sind in Kundenhand gelangt. Aber ausgeschaut hat er eher nach Fadia, lasche Linien oder müde Scheinwerfer lockten eigentlich niemanden hinter dem Ofen hervor. Das wird künftig anders. Die im VW-Konzern für die Basisarbeit zuständige tschechische Marke Skoda gönnt ihrem Kleinwagen in vierter Generation einen kräftigen Schuss Becherovka. Die Flächen straff, der Ausdruck keck, wenn das Grundbedürfnis der Mobilität derart hochprozentig serviert wird, dann gern mehr davon.

          Holger Appel
          Redakteur in der Wirtschaft, zuständig für „Technik und Motor“.

          Skoda bedient sich des im Konzern verbreiteten modularen Querbaukastens MQB-A0. Die Statur profitiert natürlich von einem Längenwachstum auf 4,11 Meter, wirklich klein ist das nicht mehr. Innen entsteht mehr Beinfreiheit, und auch für das Gepäck stehen fortan 50 zusätzliche Liter zur Verfügung, 380 passen nun hinein. Das Cockpit ist serienmäßig mau mit kleinem Bildschirm und gegen Aufpreis wow mit digitaler Zubereitung.

          Überhaupt lässt sich gutes Geld für feine Verführungen anlegen. Die Klimaautomatik temperiert auf Wunsch in zwei Zonen, zu den sechs Airbags können drei weitere fürs Fahrerknie und die hinteren Seiten bestellt werden. LEDs erhellen die Straße. Skoda rühmt sich gerne für Parktickethalter oder Eiskratzerklemmen, jetzt kommen technische Kniffe hinzu, die in dieser Klasse verblüffen. In der Front kauern Lamellen, die sich bei geringem Kühlbedarf schließen und so die Aerodynamik verbessern und den Verbrauch senken.

          Die Statur profitiert natürlich von einem Längenwachstum auf 4,11 Meter. Bilderstrecke
          Neu vorgestellt : Skoda Fabia

          Motorisch wird dreizylindrige Hausmannskost geliefert, die es aus einem Liter Hubraum in 65, 80, 95 und 110 PS gibt. Alles Benziner. Die unteren beiden müssen ohne Turbo auskommen, das wird eine müde Veranstaltung. Ein Vierzylinder darf den Rebellen spielen, er leistet 150 PS und koppelt seinen Drang an einen DSG-Automaten mit 7 Stufen, während der überwiegende Rest mit fünf handsortierten Gängen auskommen muss. Die Tarife werden noch zurückgehalten, Skoda spricht von einem überzeugenden Preis-Leistungs-Verhältnis. Schaun mer mal. Im September gelangt der neue Fabia in den Handel, wir sagen der Konkurrenz gewisse Schwierigkeiten voraus.

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