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718 GT4 RS vorgestellt : Porsche für Puristen

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Bissig: Porsche GT4 RS Bild: Porsche

Er ist der Cayman mit dem schärfsten Biss: Der Porsche 718 GT4 RS zeigt beeindruckende Leistungen auf der Rennstrecke. Und ist Balsam auf die Seelen der Schnellfahrer.

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          Eigentlich sollte es passionierten Schnellfahrern angst und bange werden beim Gedanken an Porsche. Denn ausgerechnet die deutsche Sportwagenmarke schlechthin baut mittlerweile mehr SUV und Limousinen als Flachmänner und hat sich auch noch an die Spitze der elektrischen Revolution gesetzt. Doch keine Sorge, denn in Zuffenhausen wissen sie offenbar besser als überall sonst, dass sie das eine tun müssen, ohne das andere zu lassen, und kippen deshalb jetzt wieder literweise Balsam oder besser Benzin aufs Gemüt geplagter Petrolheads.

          Während sie die Vollgasfraktion mit dem Mission R jetzt schon auf einen elektrischen Nachfolger des Cayman einstimmen, schärfen sie der aktuellen Generation des 718ers noch einmal die Zähne und bringen den Zweisitzer für wenig bescheidene Preise von 141.338 Euro an als GT4 RS mit mehr Biss denn je.

          Als wäre ein hochdrehender, frei atmender Sechszylinder von drei Liter Hubraum nicht schon antiquiert und damit attraktiv genug, haben die Schwaben die Leistung des Rennmotors noch einmal um 80 PS angehoben und jetzt volle 500 PS in den Fahrzeugschein geschrieben. Dazu noch ein kleiner Ausschlag in der Drehmomentkurve, die nun bei 450 statt 430 Nm gipfelt, und ein paar Kilo weniger – schon wird er zum Spitzentrumpf im Autoquartett. Nicht umsonst gelingt der Sprint auf Tempo 100 nun in 3,4 Sekunden, und die Raserei geht bis 315 km/h. Die fünf Zehntel und die 13 km/h, die der RS dem herkömmlichen GT4 abnimmt, sind bereits imposant. Doch was den Unterschied noch besser ausmacht, sind die 23 Sekunden, die Rennfahrer Jörg Bergmeister mit dem RS-Modell auf der Nordschleife herausgefahren hat. In einer Welt, in der es sonst um Sekundenbruchteile geht, ist das eine halbe Ewigkeit.

          Zweisitzer für wenig bescheidene Preise von 141.338 Euro an Bilderstrecke
          Vorgestellt : GT4 RS

          Der GT4 RS fährt nicht nur schneller, er sieht auch schärfer aus. So gibt es hinter den Türen angedeutete Seitenscheiben, durch die mehr Luft zum Mittelmotor strömt, Schürzen und Schweller sind imposanter, und auf dem Heck thront ein neuer Spoiler. Ach ja, und tiefergelegt hat Porsche den Cayman natürlich auch noch mal, um ganze drei Zentimeter. Wem das alles noch immer nicht genug Biss hat, für den gibt es den GT4 RS im neuen Jahr auch als Clubsport. Dann zwar ohne Straßenzulassung, dafür aber mit kompletter Rennausstattung – und noch mehr hochoktanigem Balsam auf den Seelen der verschreckten Schnellfahrer.

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