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Navi-System im Peugeot 308 : Touchscreen für alles

Navigationssystem Plus im Peugeot 308 Bild: Hersteller

Das Navigationssystem Plus im Peugeot 308 sollte man sich gönnen. Es kostet 590 Euro in der Modellvariante „Active“. Und der 308 fährt jetzt auch ins Internet.

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          Das Navigationssystem Plus im Peugeot 308 sollte man sich gönnen. Es kostet 590 Euro in der Modellvariante „Active“, gehört zur Serienausstattung des „Allure“ und nutzt den „multifunktionalen Touchscreen“, der mit einer üppigen Diagonale von 25 Zentimetern den Innenraum schmückt. Diese berührungsempfindliche Anzeige hat es in sich, denn Knöpfe und Schalter wollte der Hersteller vermeiden.

          Michael Spehr

          Redakteur im Ressort „Technik und Motor“.

          So muss man sich mit dem Display auch dann anfreunden, wenn man nichts in der Welt der Elektronik sucht, sondern die Klimaanlage einstellen will. Über sieben seitliche Schaltflächen kommt man zwar schnell in die Untermenüs. Aber die Wege sind viel zu lang, schon der triviale Wechsel des Radiosenders kann zur Geduldsprobe werden. Zu viel Kritik allerdings wäre unangemessen.

          Denn in fast allen Varianten des Peugeot 308 gehört die ebenfalls mit dem Touchscreen zu steuernde Audioanlage inklusive Trituner, USB-Anschluss und vor allem dem Bluetooth-Freisprecher fürs Handy zur Serienausstattung. Hat man das Prinzip verstanden, ist die Handhabung einfach. Zum Glück ist bei diesem Franzosen auch das Lenkrad nicht hoffnungslos überfrachtet, sondern mit wenigen Bedienelementen sinnvoll gestaltet. Die Anbindung eines Smartphones gelingt im ersten Anlauf, Spracherkennung und Sprachwahl fehlen leider.

          Tippen ohne Tasten: der Touchscreen

          Die Navi-Abteilung ist für das europäische Straßennetz gerüstet, arbeitet bei der Eingabe von Ort und Straße eher behäbig und hat abermals keine Spracherkennung. Was die Landkarte zeigt, sieht leider nicht so schick aus wie auf den Pressebildern von Peugeot: Die Straßen sind als hauchdünne Linien in niedriger Auflösung visualisiert, die Übersichtlichkeit lässt zu wünschen übrig. Verkehrsmeldungen bekamen wir nie zu Gesicht, immerhin gibt es Fahrspurempfehlungen und Hinweise aufs gerade geltende Tempolimit, die dem Kartenmaterial entnommen sind. Aber man kommt gut ans Ziel, und die Dame redet nicht zu viel, sondern gibt preußisch-knappe Kommandos.

          Die hinter dem Lenkrad nach oben gerückten Cockpit-Instrumente enthalten zwischen Tachometer und Drehzahlmesser ein kleines Zweitdisplay, das die Navi-Hinweise noch einmal in einer Symboldarstellung auf einen Blick erfassbar macht. Ist der adaptive Tempomat an Bord, kann man die Wunschgeschwindigkeit bequem wie nie über große Schaltflächen auf dem Bordmonitor wählen. So pfiffig haben wir das noch bei keinem anderen Hersteller gesehen.

          Das Zweitdisplay im Peugeot 308

          Auf die Reise ins Internet begibt sich der Peugeot mit dem „Connected Apps Starter Paket“, das inklusive UMTS-Mobilfunkstick 380 Euro kostet. Damit kann man ein Jahr lang elf Programme nutzen, die auf dem Monitor wiedergegeben werden. Darunter: Tankstellenfinder mit Preisvergleich, Parkplatz-, Hotel- und Restaurantsuche, Verkehrsinformationen und Hinweise auf Sehenswürdigkeiten sowie die obligatorische Wetter-App. Bei uns bauten sich die Kacheln mit der App nur träge auf, der Nutzwert blieb gering.

          In den Online-Verkehrsinfos gibt es eine Suche nach Stauungen in Richtung Ziel, aber es wird nicht einmal das bereits eingegebene Navigationsziel übernommen. Wer das Abonnement verlängern will, zahlt 140 Euro für jedes weitere Jahr.

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