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Navi-Nachrüstung : Sicher und schnell zum Ziel kommen

Auf den Anschluß kommt es an: Navigation von Blaupunkt Bild: F.A.Z.-Foto Rainer Wohlfahrt

Navigationssysteme im Auto sind beliebt wie nie zuvor. Auf dem Markt werden eine Vielzahl von Produktvarianten angeboten. Beim Kauf und Einbau gibt es viel zu beachten. Tips und Tricks helfen bei der Wahl.

          7 Min.

          Ein Navigationssystem - das ist für viele Menschen das wichtigste Auto-Zubehör. Nach einer Studie des Marktforschungsinstituts J.D. Power wünschen sich 77 Prozent der befragten Autofahrer einen solchen elektronischen Kopiloten. Diese klare Aussage wundert nicht. Die modernen Geräte lotsen zuverlässig durch die Großstadt, und sie finden selbst die kleinste Straße auf dem platten Land. Der enorme Komfort- und Sicherheitsgewinn in fremden Gefilden macht das "Navi" so attraktiv.

          Michael Spehr
          Redakteur im Ressort „Technik und Motor“.

          Nach Angaben der Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik wurden im vergangenen Jahr 680000 Navigationssysteme in Deutschland verkauft. Das entspricht einem Zuwachs von 21 Prozent gegenüber 2003. Seit 1998 hat sich die Zahl der Fahrzeuge, die schon ab Werk mit einer Orientierungshilfe ausgestattet werden, versiebenfacht. Zwei Drittel der Geräte kommen als Erstausrüstung in die Hand des Kunden, das verbleibende Drittel (226000 Geräte) findet über die Nachrüstung den Weg ins Auto. Ein gutes Dutzend Hersteller teilt sich diesen Markt. 80 Prozent der Nachrüst-Produkte sind Radio-Navigationssysteme für den genormten DIN-Schacht in der Mittelkonsole. Alle anderen sind High-End-Geräte mit großem Bildschirm.

          Attraktive Preise

          Der Siegeszug der Radio-Navis wundert kaum. Ein älterer Blaupunkt Travelpilot DX-R52 ist als Restposten bereits für 440 Euro zu haben - mit Radio für UKW, Mittel- und Langwelle, CD-Spieler und 4-Kanal-Verstärker. Aktuelle Produkte wie der Travelpilot E1 oder das MS 4150 von VDO Dayton für einen Straßenpreis von 500 Euro bieten sogar noch etwas mehr Komfort. Die günstigsten Kopiloten für den DIN-Schacht kosten also kaum mehr als ein Oberklasse-Autoradio - das macht sie so attraktiv. Das Navi zur Nachrüstung ist jedoch keineswegs "zweite Wahl". Es hat zwar einige Nachteile: die zwangsläufig schlechtere Integration in das Bedienkonzept des Fahrzeugs und häufig kleine Tasten, Drehsteller und Anzeigen wegen der begrenzten Platzverhältnisse im DIN-Schacht. Aber es kann auch Vorzüge gegenüber dem Festeinbau bieten: Es ist in der Regel näher am technischen Fortschritt und meist günstiger als die Anlage ab Werk. Schade nur, daß immer mehr Fahrzeughersteller auf den DIN-Schacht verzichten und Bedienelemente so in der Mittelkonsole plazieren, daß dort nichts anderes untergebracht werden kann.

          Drei Produktkategorien fürs Autos

          Wir haben uns die Kopiloten zur Nachrüstung näher angesehen, wegen der Breite des Angebots aber zwei Produktkategorien für eine künftige Berichterstattung ausgespart: GPS-Empfänger mit Navigation, die sich auch zum Wandern und für Touren abseits der Straße eignen, sowie zweckentfremdete Taschencomputer mit externem GPS-Empfänger. So bleiben ein Dutzend Hersteller und drei Produktkategorien: zunächst die etwas älteren Standalone-Navigationssysteme ohne Radio. Die Zentraleinheit mit Landkarten-CD-Laufwerk paßt nicht in den Radioschacht und wird im Handschuhfach oder unter dem Beifahrersitz verbaut. Dazu gehören ein Display für das Armaturenbrett und eine Fernbedienung. Beispiele für diese Oldie-Kopiloten sind der Blaupunkt Travelpilot DX-V und das MS 3200 von VDO Dayton. Die zweite Kategorie ist jung und modern: die Plug-and-Play-Navis von Tomtom, THB Bury und Naviflash. Diese kompakten Apparate werden nicht fest eingebaut, sondern an einer freien Stelle des Armaturenbretts befestigt. So kann man sie schnell in ein anderes Fahrzeug mitnehmen. Eine Speicherkarte oder Festplatte nimmt die elektronische Landkarte auf, das CD-Laufwerk fehlt. Auf die Auswertung des Tachosignals mit seinen Geschwindigkeitsinformationen muß man verzichten.

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