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Motorradmesse Eicma : Mailand macht mobil

  • -Aktualisiert am

Ducati Panigale V4 R Bild: Hersteller

Ein opulentes Menü an Neuheiten haben insbesondere die europäischen und japanischen Motorradhersteller für die an diesem Dienstag in Mailand beginnende Eicma vorbereitet.

          Während auf der Kölner Intermot vor gut vier Wochen noch magere Kost geboten worden war, steht auf dem Mailänder Salon das große Schlemmen an. Insbesondere BMW, Ducati, Honda, KTM und Triumph tischen auf. Ein Highlight steuert Harley-Davidson mit der Europa-Premiere der elektrischen Livewire bei.

          Bereits die Katze aus dem Sack gelassen haben Ducati und Yamaha. Beide hielten ihre Präsentationsshows unmittelbar vor Messebeginn ab. Ein mächtiger Hingucker am Ducati-Stand ist die Panigale V4 R, Homologationsmodell mit 998 Kubikzentimeter Hubraum für den werksseitigen Renneinsatz. Natürlich werden auch Kundenteams und Privatleute von dieser 221 PS leistenden, mit Karbon gespickten Rennmaschine mit Straßenzulassung profitieren.

          Kaum weniger auffällig ist die zweite Generation der Ducati Diavel. Die Total-Technisierung hält auch in diesem Power-Cruiser Einzug, als Antrieb dient nunmehr der aus der Multistrada bereits bekannte 1260-Kubik-V2-Motor mit variabler Ventilsteuerung und 159 PS Leistung. Rundum geschärft präsentiert Ducati die neue Hypermotorrad nun als 950er; der V2 leistet etwas mehr als im bisherigen 939-Modell, die technische Ausstattung ist – insbesondere in der SP-Variante – auf höchstem Niveau angelangt. Auch die Multistrada 950 wurde gründlich renoviert.

          Triumph Scrambler 1200 Bilderstrecke

          Yamaha stellt seinem aufsehenerregenden Dreirad-Motorrad Niken eine für längere Reisen optimierte GT-Version mit hohem Windschild, Seitenkoffern, Griffheizung sowie bequemerem Sitz zur Seite. Außerdem wird die Roller-Baureihe X-MAX mit Versionen von 125, 300 und 400 Kubik erneuert. Hauptattraktion am Yamaha-Stand ist aber die lange erwartete Ténéré 700. Das 73-PS-Zweizylinder-Triebwerk der drahtig-leichten Enduro ist aus der erfolgreichen MT-07 seit Jahren bekannt. Dank hoher Geländetauglichkeit, sparsamem Verbrauch und großer Reichweite soll sie sich auch für ausgedehnte Touren in extremere Gegenden der Erde eignen.

          Klassisch gezeichnetes, sehr schmuck aussehendes Kraftrad

          Etwas Ähnliches präsentiert KTM heute mit der Mittelklasse-Reiseenduro 790 Adventure. Die weist ebenfalls eine schlanke Gestalt sowie ein 21 Zoll großes Vorderrad auf, Kennzeichen von auch für härteres Gelände geeigneten Motorrädern. Mit ihrem stärkeren Motor – er dürfte um die 100 PS leisten – tritt die Österreicherin aber weniger gegen die wohl auch deutlich günstigere Ténéré an, sondern gegen die Honda Africa Twin und die BMW F 850 GS. Dem Bayern-Bike, immerhin mindestens 229 Kilogramm schwer, wird heute eine wuchtige Adventure-Version mit deutlich längeren Federwegen zur Seite gestellt; auch sie hat ein 21-Zoll-Vorderrad, ist mit wohl an die 245 Kilogramm aber eher ein Offroadkreuzer als ein Wüstenflitzer wie die KTM und die Yamaha.

          Grobstollige Reifen sind 2019 auf weiteren neuen Modellen entweder serienmäßig aufgezogen oder zumindest montierbar. Triumph präsentiert mit der Scrambler 1200 ein klassisch gezeichnetes, sehr schmuck aussehendes Kraftrad für „eine perfekte Verbindung der Elemente Straße und Gelände“. Ausgerüstet mit einer leistungsgesteigerten Version des 1200er-Zweizylinders der Bonneville T 120, kommt die Scrambler 1200 (90 PS) gleich in zwei Varianten. Die XC-Basisversion für voraussichtlich deutlich unter 15 000 Euro wird von der fürs Gelände optimierten XE-Version mit noch höherwertiger Technik-Ausstattung begleitet. Mit Speichenrädern, mindestens 200 Millimeter Federweg und 21-Zoll-Vorderrad sowie zahlreichen Elektronik-Bausteinen bis hin zur integrierten Gopro-Kamerasteuerung weisen die Briten-Scrambler alle Voraussetzungen auf, um auch jenseits des Asphalts eine gute Figur machen zu können.

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