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Lange Lieferzeiten : Mercedes gehen die Autos aus

Verkalkuliert: Mercedes A 250 E. Bild: Hersteller

Offenbar scharf gerechnet hat Mercedes-Benz. Nun ertrinken die Schwaben in Aufträgen für ihre A-Klasse mit Plug-in-Hybridantrieb, und die Lieferzeiten reichen bis ins nächste Jahr.

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          In der Krise des Corona-Shutdowns hat Mercedes-Benz scharf gerechnet. Offenbar zu scharf, denn seit die Autohäuser wieder geöffnet haben und die Bundesregierung noch größere Spendierhosen für Elektroautos angezogen hat, ertrinken die Schwaben in Aufträgen für ihre A-Klasse mit Plug-in-Hybridantrieb. Zwischenzeitlich wurde gar die Bestellannahme geschlossen, doch seit dem 1. Juli nehme man wieder Aufträge entgegen, versichert ein Unternehmenssprecher. Verführerisch knapp kalkulierte Leasingraten um 250 Euro je Monat in Verbindung mit der staatlich bezuschussten Förderung machten den A 250 E derart attraktiv, dass sich die Aufträge im Juni verzehnfacht haben.

          Holger  Appel

          Redakteur in der Wirtschaft, zuständig für „Technik und Motor“.

          Die trafen auf eine als limitiert gedachte Sonderedition, die dann viel schneller ausverkauft war als geplant. Selbst wenn man das niedrige Ausgangsniveau dieser Antriebsvariante zugrunde legt, ist das ein ordentlicher Run. Angeblich sind binnen zwei Wochen 15.000 Stück verkauft worden. So genau will Daimler das nicht beziffern, aber dass Plug-in-Hybride die großen Gewinner der staatlichen Steuerung sind, das bestätigt der Konzern. Weshalb er in der Produktionsmenge des A 250 E und wohl auch anderer Hybridmodelle nachsteuert. Gleichwohl reichen Lieferzeiten, die zuvor um drei Monate betrugen, nun bis ins nächste Jahr.

          Im A 250 E kooperiert ein 1,3-Liter-Vierzylinder mit einem Elektromotor, gemeinsam entwickeln sie 218 PS und 450 Nm Drehmoment. Der 15,6-kWh-Akku ist laut Norm für 77 und im Alltag für rund 50 elektrische Kilometer gut. Normal gekauft ist das Vergnügen freilich kein billiges, von 36.800 Euro an wird der kleine Mercedes, den es als Kompakten und mit Fließheck gibt, in der Preisliste geführt.

          Was ein Mercedes kann, kann ein Smart offenbar auch. Dort ist die Hiobsbotschaft des geplanten Werksverkaufs in Hambach zu verdauen, aber immerhin sind die Aufträge für den vollelektrischen EQ im Juni angesprungen. Sie haben sich von gleichsam niedrigem Niveau versiebenfacht. Was ein Wort ist, kostet das Stadtwägelchen mit seinen 82 PS und 130 Kilometern Reichweite doch mindestens 22.000 Euro. Vater Staat macht’s möglich.

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